Die Bagger sind angerückt

Freuen sich, dass alles nach Plan läuft: Geschäftsführer Frank Dudek, Mario Wehren, Bürgermeister Ulrich Francken, Georg Kühling und Max Freiherr von Elverfeldt-Ulm. Foto: CS
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Die Baugenehmigung liegt vor. Kampfmittelräumdienst und Landschaftsschutz waren vor Ort. Auch die archäologischen Untersuchungen sind abgeschlossen. Jetzt haben die Bagger im Kalbeck das Sagen.

Christian Schmithuysen

WEEZE. "Wir sind noch voll im Zeitplan", freut sich Bürgermeister Ulrich Francken, dass in dieser Woche mit dem Bau der ersten vier Windenergieanlagen begonnen wurde. Das sei unter anderem auch dem Kreis Kleve zu verdanken. Dieser habe bislang alle Anträge zügig bearbeitet. Auf die hohe Politik ist der Bürgermeister momentan weniger gut zu sprechen. "Da werden im vollen Galopp die Hürden erhöht", ärgert sich das Gemeindeoberhaupt über die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Demnach müssen alle geplanten Windräder in Weeze bis zum 31. Mai 2017 angelaufen sein, damit es keine Absenkung der Vergütung gibt. Zunächst einmal geht der Blick aber Richtung Kalbeck. Hier wird momentan umsetzt, was vor über vier Jahren als Idee im Rathaus entstand. Nach der Katastrophe in Fukshima wollte auch die Gemeinde Weeze ihren Teil zur Energiewende beitragen. "Dabei waren wir bereits damals im Bereich der erneuerbaren Energie gut aufgestellt", erinnert sich Ulrich Francken.
Rund 150 Solaranlagen, zwei Biogasanlagen und sieben Windenergieräder waren 2010 auf dem Gemeindegebiet in Betrieb. Die "saubere Energie" der Gemeinde soll durch weitere Windräder forciert werden. In den Teilgebieten Baaler Bruch (vier bis fünf Räder), Höster Feld (Bürgerwindrad) und eben Kalbeck sind Konzentrationszonen ausgewiesen, die die Errichtung von Windenergieanlagen ermöglichen (lokalkompass.de/612170). In Kalbeck sind die Bagger nun angerückt, um die Vorarbeiten für die "Windfarm Weeze Nord" zu leisten.
Ab Mitte August soll dann der Turmaufbau startet. Vier Räder vom Typ Enercon E115 mit einer Nabenhöhe von 150 Metern und einer Nennleistung von 3.000 kW werden aus dem Boden gestampft. Die Kosten belaufen sich allein für das Teilstück auf rund 20. Mio Euro. Die Anlieferung wird über die L77 erfolgen. "Somit kann es auf dem Kalbecker Weg und den Zuwegen in nächster Zeit zu Behinderungen kommen", bittet der Bauherr Frank Dudek um Verständnis.

Start noch dieses Jahr?

Wenn alles nach Plan läuft, kann die erste Anlage im Teilgebiet Kalbeck vielleicht Ende des Jahres in Betrieb gehen. Spätestens im ersten Quartal 2017 sollen sich jedoch in allen vier Anlagen die Räder drehen.

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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