Veronika der Spargel...

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Veronika der Spargel...

Ja, nun ist sie wieder da, die Spargelzeit!

Jetzt steh ich hier im Bauernmarkt und überlege welchen Spargel ich nehmen soll. Es gibt langen, dicken, dünnen und Bruchspargel. Das phallusförmige Gemüse ist in verschiedenen Klassen eingeteilt. Klasse eins, das ist der beste Spargel vom aussehen her, alle Stangen sind gleich lang, gleich dick und haben alle ein weißes Köpfchen. Ist aber auch der Teuerste! Es gibt auch Spargel mit blauen Köpfen. Der hat vorwitzig sein Köpfchen durch die Erde ans Licht gesteckt. Jetzt sieht es aus, als ob er eins auf sein Haupt bekommen hat. Nun muss ich mich entscheiden, welchen ich nehme.Noch ist er sehr Teuer.

Mir sind die kurzen Dicken am liebsten, die sind so schön handlich. Die kann ich am besten schälen, bei den dünnen bleibt nicht viel über. Mit einem Sparschäler kann ich nicht umgehen, oder ich nehme gleich den geschälten Spargel. Jetzt darf ich wieder ohne Reue schlemmen. So gut wie keine Kalorien, aber auch wenige Nährstoffe sind im Spargel. Dafür aber reichlich Vitamin A, B-Komplex und C, besonders viel Eisen, ferner Kalium, Kalzium, Phosphor und Jod.

Phosphor: Dann müsste der Spargel, sobald er mit Sauerstoff in Verbindung kommt, leuchten, oder kommt das blaue Köpfchen davon?

Der Spargel wurde auch Lenzmittel genannt…

Ob es daran lag, dass dem Spargel nachgesagt wird, er könnte die Manneskraft wieder neu erblühen lassen. Mittelalterliche Kräuterbuch-Schreiber wie Matthiolus lobten ihn: „ Spargel in die speis gethan, bringt den Männern lustige begird“ Das einfache Volk der Siebenbürger nannten ihn auch Hosendrall.

Am leckersten finde ich den Spargel nur in etwas Wasser mit Salz, eine Prise Zucker und etwas Butter gekocht. Dazu ein paar Kartöffelchen, Kochschinken oder etwas Lachs ohne fette Soßen. Rezepte gibt es reichlich. Da ich gerne mit den Fingern esse, mache ich das auch mit dem Spargel. Aber nur, wenn ich alleine bin! Dafür halte ich den Spargel am Schaft, nehme die Spitze zwischen die Lippen und ziehe ihn langsam in den Mund. Das schmeckt!

Nichts für empfindliche Nasen…

Anmerkung zum DUFT:
So tritt bei knapp der Hälfte der Menschen nach den Verzehr von Spargel ein charakteristischer Geruch des Urins auf. Er ist auf die Abbauprodukte wie S-Methilthioacrylat sowie auf dessen Methanthiol-Additionsprodukt S-Methyl-3-(methylthio)thioproponiat zurückzuführen.
bei Wikipedia

Der „DUFT“ hätte mich fast vom Hocker, bzw. Töpfchen gehauen. ;-))

Eine Schöne Spargelzeit wünscht Euch Gerda

Text © Gerda Bruske

Bilder bei Pixelio:
Spargelspitzen /qay

m.gade / Johna
Spargel, Schinken, Kartoffeln, braune Butter

bbroianigo / twibi
Spargelschäler

Autor:

Gerda Bruske aus Goch

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