Landwirte müssen ihre Felder beregnen
Viel zu trocken

 "Wasser marsch", damit Obst und Gemüse wachsen. So wie Bernd Hesseling können sich viele Landwirte im Sommer nur durch teure Beregnungsanlagen über Wasser halten. Foto: Steve
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GOCH/UEDEM/WEEZE. Große Hitze bedeutet große Waldbrandgefahr. Doch nicht nur die Forstwirtschaft kämpft gegen die Trockenheit. Auch vielen Landwirten setzt der dritte trockene Sommer in Folge enorm zu. "Schon beim Aufgang der Saaten hatten wir zu wenig Wasser und mussten beregnen", rechnet Landwirt Bernd Hesseling vor, dass es in den letzten Monaten kaum und im August noch gar nicht geregnet hat. "

Alle Gemüsekulturen sind ohne Beregnung nicht möglich." Doch die hat ihren Preis. Für eine gute Anlage müsste man rund 50.000 Euro hinblättern. Dies einkalkuliert würde die Beregnung pro Hektar 2.000 Euro am Tag kosten. Zudem wäre der Niederrhein in diesem Jahr besonders hart getroffen: "Die Preise für alle Produkte sind niedrig, weil es woanders im Land mehr geregnet hat."

Während der Gerstenertrag durch die Winterfeuchtigkeit noch okay wäre, gäbe es beim Weizen schon 30 Prozent Einbußen. Roggen und Hafer spielten kaum noch eine Rolle. "Und der Mais ist total vertrocknet." Somit fehle Milch- und Rinderbetrieben das Futter und "sie geraten durch teuren Zukauf in Finanznöte."

Corona spiele bei alledem nur eine untergeordnete Rolle. Vielmehr sei der Anspruch der Verbraucher an frische Feldfrüchte durch die neue Stimmung zum Selberkochen gestiegen. "Somit bringt uns der Krisenmodus zwar in Zugzwang, genug Produkte zu liefern", erklärt Hesseling. "Doch die meisten Landwirte sind dafür gut ausgebildet. Nur die Trockenheit bleibt das große Problem."
 

Autor:

Christian Schmithuysen aus Goch

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