Halterner Grünen informieren zum Thema Energiewende

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Haltern. Er vermisse die Ehrlichkeit bei der EEG-Umlage, fand Martin Möllers, Vorsitzender der Energiegenossenschaft Haltern, in der Diskussion über die Umlage für den Ökostrom.

Die EEG-Umlage ist das zentrale Instrument zur Förderung regenerativen Stroms in Deutschland. Das Prinzip: Den Betreibern von Wind- oder Solaranlagen werden feste Abnahmepreise garantiert. Die Differenz zwischen Fest- und Marktpreis zahlen alle Verbraucher per Umlage über ihre Stromrechnung. „Seit 2002 ist der Strompreis von 16 auf 26 bis 28 Cent pro Kilowattstunde gestiegen bei gleichzeitig sinkendem Börsenpreis“, so Oliver Krischer, Energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der Grünen, am vergangenen Mittwoch auf einer Informationsveranstaltung der Halterner Grünen. Für eine Durchschnittsfamilie mit 4500 Kilowattstunden Jahresverbrauch bedeutet das, dass die monatliche Stromrechnung um rund 90 Euro gestiegen ist.
Die im Strompreis enthaltene EEG-Umlage beträgt zurzeit 5,3 Cent/kWh. Diese zahlen alle Verbraucher – bis auf stromintensive Unternehmen. Sie können sich von der Umlage befreien lassen. Damit will die Politik jene Unternehmen schützen, die im internationalen Wettbewerb angesichts steigender Energiekosten unter die Räder kommen könnten. Doch inzwischen kämen immer mehr Firmen in den Genuss der Rabatte, die diesem Konkurrenzkampf gar nicht unterlägen - etwa „Aldi und Golfplätze“, kritisiert Krischer.

„Aldi und Golfplätze“

Die Entlastung für die Unternehmen beträgt rund 5 Milliarden Euro. Ein Rabatt, der für Wirbel sorgt (und inzwischen auch die EU auf den Plan gerufen hat), weil er die Rechnung für alle anderen Kunden - vor allem private Haushalte, kleine Gewerbetreibende und mittelständische Handwerksbetriebe - verteuert.
Für 2013 hatten 2055 Unternehmen einen Antrag zur Befreiung von der Ökosteuer beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) gestellt. Für das kommende Jahr waren es zum Stichtag Anfang Juli bereits 2357 Unternehmen. Krischer rechnet mit insgesamt „12, 13 Milliarden Euro Vergünstigungen für die Industrie bei Energie- und Strompreisen“. Damit sei sie Hauptverursacher der Preisanstiege für die Kunden und nicht die erneuerbaren Energien.

Hintergrund: Die Erneuerbare-Energien-Branche beschäftigt rund 378.000 Menschen, deckt 23 Prozent des deutschen Stromverbrauchs, über zehn Prozent des Wärmeverbrauchs und etwa sechs Prozent des Kraftstoffverbrauchs (Zahlen für 2012). Der Beitrag der Erneuerbare Energien am gesamten Energieverbrauch in Deutschland betrug 2012 etwa 12 Prozent. Durch sie wurden 2012 ca. 146 Mio. Tonnen Treibhausgase wie CO2 eingespart. (Quelle: Quelle:)

Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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