Kreisverbandstag der Landwirte im Vest im Hotel Seehof in Haltern am See
NRW-Ministerin diskutiert mit den Landwirten über die zukünftige Landwirtschaft

Kreisverbandsvorsitzender Friedrich Steinmann und  Landwirtschafts- und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Gespräch mit den heimischen Landwirten.
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  • Kreisverbandsvorsitzender Friedrich Steinmann und Landwirtschafts- und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Gespräch mit den heimischen Landwirten.

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Haltern. Im Rahmen des diesjährigen Kreisverbandstages im Hotel Seehof in Haltern am See ließen rund 300 Bauern aus dem Vest an das vergangene Jahr Revue passieren. Bewegte Monate liegen hinter dem Berufsstand. Schon im Oktober, im November in Hamburg und zuletzt in der vergangenen Woche in Berlin gingen viele Landwirte deutschlandweit auf die Straßen, um für den Erhalt der regionalen Landwirtschaft zu kämpfen.

„Ohne Landwirtschaft geht es nicht. Die Bäuerinnen und Bauern verdienen Anerkennung und Wertschätzung, denn sie erbringen unverzichtbare Leistungen weit über die Herstellung unserer Lebensmittel hinaus. Die Landesregierung setzt sich für angemessene und europaweit geltende Rahmenbedingungen ein, denn wir wollen die europäische Agrarpolitik einfacher für die Landwirtschaft und zugleich wirksamer für unsere Umwelt machen“, sagte Landwirtschafts- und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser bei ihrem Besuch in Haltern am See. „Viele junge Landwirtinnen und Landwirte stehen in den Startlöchern, um auf landwirtschaftlichen Betrieben einzusteigen. Für teure Investitionen brauchen sie Planungssicherheit, um langfristig gute Zukunftsperspektiven zu haben. Wir brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, denn wir müssen unsere Familien ernähren“, weiß Friedrich Steinmann, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Recklinghausen, aus täglichen Gesprächen mit den Berufskollegen. „Gleichzeitig ist uns wichtig, gesellschaftliche Anerkennung für unsere Arbeit zu bekommen, auch weil wir uns den Ansprüchen der Verbraucher bereits stellen und diesen betrieblich – etwa durch den Bau neuer Tierwohl-Ställe und das Anlegen von Blühstreifen – bereits nachkommen“, sagt Friedrich Steinmann. Besonders mit Blick auf Umwelt- und Klimaschutz hat sich der landwirtschaftliche Berufs-stand den Herausforderungen bereits gestellt und durch die Offensive Nachhaltigkeit (der zweite Bericht ist gerade erschienen) weitreichende Maßnahmen zum Umweltschutz an-gestoßen. Die Landwirte suchen dabei den Schulterschluss mit Politik, Gesellschaft und Naturschutzverbänden. Die Bewerbung der Landwirtschaft im Vest ist für den Landwirtschaftlichen Kreisverband Recklinghausen nach wie vor ein Kernthema. Neben der Teilnahme an unterschiedlichen Veranstaltungen informieren die Landwirte durch zahlreiche Pressegespräche über ihre Arbeit auf den fast 1.200 landwirtschaftlichen Betrieben im Kreis Recklinghausen sowie in Bottrop und Gelsenkirchen. „Unsere Bauernfamilien im Vest möchten näher bringen, was unseren Beruf in der Landwirtschaft ausmacht. Für uns stehen die Erzeugung von qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln, der gewissenhafte und artgerechte Umgang mit unseren Tieren und die Pflege der lieb gewonnenen Kulturlandschaft im Vordergrund“, sagt Friedrich Steinmann.

Hintergrund: Der Landwirtschaftliche Kreisverband im Kreis Recklinghausen sowie den kreisfreien Städten Bottrop und Gelsenkirchen zählt 1.195 Mitglieder mit 966 Betrieben in 22 Ortsverbänden. Kreisverbandsvorsitzender ist seit 1997 Friedrich Steinmann. Die im Kreisverband Recklinghausen landwirtschaftlich genutzte Fläche umfasst insgesamt 29.432 Hektar. Die landwirtschaftliche Nutzfläche entspricht insgesamt rund 31 Prozent der Gesamtfläche des Verbandsgebietes (96.600 Hektar). Der Anteil an Ackerland beläuft sich hierbei auf 22.218 Hektar sowie weitere 8.962 Hektar, auf denen Dauergrünland angebaut wird. Der Ackerbau dient hier in erster Linie dem Anbau von Futtermitteln, denn die Region ist traditionell ein starker Standort für die Veredlung (hier vor allem für Schweinemast und Ferkelzucht sowie die Bullenmast).

Kreisverbandsvorsitzender Friedrich Steinmann und  Landwirtschafts- und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser im Gespräch mit den heimischen Landwirten.
Landwirtschafts- und Umweltministerin Ursula Heinen-Esser.
Autor:

Michael Menzebach aus Haltern

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