Vanessa Borgmann aus Wesel
Mit Caspar zu den schwersten Springen

Vanessa Borgmann
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Ob Rheinische, Deutsche oder Europäische Meisterschaften – Vanessa Borgmann holt sich eine Platzierung nach der anderen. Sie wohnt und arbeitet in Wesel. Zu ihren drei Pferden fährt sie nach Hamminkeln. Täglich zweimal.

Mit vier Jahren hat sie angefangen zu reiten. Heute ist sie 26 und blickt auf zahlreiche Erfolge im Springreiten zurück: Sie ist mehrfache Rheinische Vizemeisterin und Deutsche Meisterin in der Altersklasse U21. Bei der Deutschen Meisterschaft der Senioren hat sie Bronze geholt und mit der Mannschaft den vierten Platz der Europameisterschaft. Als eine von zwei deutschen Reiterinnen durfte sie zum Grand Prix in Paris, dem „schönsten Turnier“, wie sie sagt „und das sagt jeder, der mal da war.“ Seit fünf Jahren bestreitet sie gemeinsam mit Caspar die besonders anspruchsvollen Turniere. Aber auch ihr Nachwuchspferd Ćest Bon nimmt sie zu schweren Springen mit. Der dritte Schimmel im Stall, Lucky-Luck, ist am besten, wenn es um Schnelligkeit geht.

Circa 25 Turniere reitet Vanessa Borgmann pro Jahr. Das bedeutet, dass ihre drei Pferde immer in Form sein müssen. Täglich müssen sie bewegt werden. So trainiert sie mit allen dreien das Springen, reitet mit ihnen Dressur oder lässt sie Laufband-Einheiten absolvieren. Und dann hat sie darum herum noch viel zu tun: die Pferde putzen, sie auf die Weide bringen, Ställe ausmisten, füttern. Die Pferde haben einen festen Platz in ihrem Tagesablauf. So ist sie jeden Tag am Morgen und am Nachmittag im Stall. Dazwischen arbeitet sie im Betrieb ihres Vaters als gelernte Groß- und Außenhandelskauffrau. Die Familie hat schon immer das Hobby ihrer Tochter unterstützt. Schließlich sind die Eltern selbst geritten. „Nur nicht ganz auf diesem Niveau“, schmunzelt die Tochter. Unterstützung hat sie auch von ihrer Freundin Ann Kristin Georgi, die oft zum Stall kommt. „Dann habe ich Unterhaltung und sie hilft mir bei allem, was gemacht werden muss. Wir sind ein eingespieltes Team. Und sie kommt auch zu Turnieren mit und freut sich ehrlich mit mir.“

Das nächste Turnier steht auch schon wieder vor der Tür. Dann heißt es, besonders diszipliniert zu trainieren. Aber das fällt Vanessa Borgmann nicht schwer. Das Reiten stand bei ihr schon immer im Mittelpunkt. Selbst als es ums Abitur ging, hat sie im Stall, auf Turnieren gelernt. Als sie es dann in der Tasche hatte, ist sie ein halbes Jahr lang nur geritten. Ihre Ausbildung hat sie auf zweieinhalb Jahre verkürzt, um dann wieder ein halbes Jahr auf dem Rücken der Pferde zu verbringen. Und das beim Landestrainer. So wie es die Profis machen. Tagein, tagaus. Aber „das Reiten ist ein Hobby und bleibt es auch“, so die 26-Jährige mit Blick in die Zukunft. „Es muss Spaß machen und ich springe auch nur bis 1,50 Meter.“ Denn das ist, was ihr Caspar am besten mit ihr springt. „Er springt sein Herz raus für mich. Er strengt sich richtig an und gibt alles für mich.“ Und das ist, was zählt. Zu ihren Pferden hat sie eine ganz besondere Verbindung.

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