Wald ist doch spannender als das kleine Einmaleins!

Foto: Römer

Im Wald, da sind bekanntlich ganz schön viele Bäume. Und dieser eine, den 18 Klassen oder rund 400 Schüler aufsuchen, das ist ein ganz besonderer.
„Ich schätze mal, der ist altersmäßig ganz nahe an 200 Jahren dran“, meint Förster Thomas Jansen mit Kennerblick auf die mächtige Rotbuche, die da offenbar seit mehreren Menschengenerationen und wohl eher – angesichts des sprichwörtlichen Überangebots dieser holzigen Samenpflanzen im Schulenbergwald – von vielen Spaziergängern ungeachtet gut 30 Meter hoch in den Himmel ragt.
Hier, in der Nähe der „Engels- und Teufelsbrücke“, sind allerdings momentan noch keine Grundschüler zu finden. Die stauen sich gerade an der rollenden Waldschule des Hegerings Hattingen, wo ihnen Sabine Hahn und Sabine Bähr die Tiere des Waldes näher bringen. Unser Foto zeigt sie mit Förster Thomas Jansen und der Klasse 3b der Grundschule Erik Nölting, die gerade einen ausgestopften Frischling bestaunen.
Die rollende Waldschule ist nur eine von insgesamt 13 Stationen, die der Förster und seine Mitarbeiter im Wald für die Drittklässler aller elf Hattinger Grundschulen aufgebaut haben.
Neben der erwähnten Rotbuche, deren Alter und Höhe zu schätzen, während der Umfang zu messen ist, sind Jahresringe zu bestimmen, in kleinen Holzboxen Steine, Tannenzapfen, Federn oder Rinde zu ertasten, Scheiben präparierter Baumstämme abzusägen, Tiere zu erkennen oder das Tannenzapfen-Weitwerfen zu gewinnen. Das ist schon spannender als das kleine Einmaleins!
Gute zwei Stunden brauchen die Schüler, um den Parcours zu absolvieren. „Wir wollen den Kindern Freude und Spaß am Wald vermitteln“, so Thomas Jansen dem STADTSPIEGEL gegenüber. „Nebenbei gibt es auf spielerische Art und Weise auch noch Wissen dazu und ein gewisses Gespür für den Wald. Da wollen sie wieder hin, in den Wald, wo sie soviel Spaß hatten, diesmal mit Eltern und Geschwistern. Vielleicht achten sie dabei noch mehr darauf, keinen Müll zu verursachen, denn zu Hause im Wohnzimmer schmeißt ja auch keiner etwas hin.“
Als „Preise“ erhalten alle Teilnehmer eine Urkunde. Die beste Klasse – die Ergebnisse bei den Aufgaben wertet Förster Jansen persönlich aus – darf am „Tag des Baums“ mit ihm zusammen den „Baum des Jahres“ im Wald einpflanzen und so einen Beitrag für die Umwelt leisten.

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