Nach den Sommerferien soll es in Holthausen wieder losgehen
Seniorentreff will wieder starten

Endlich wieder Spielen und einen Kaffee trinken... Foto: Pielorz
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Christiane Gräbe ist 78 Jahre alt. Sie hat viele Jahre in Holthausen gelebt und wohnt nun in Sprockhövel. Sie fährt Auto und beschäftigt sich mit Tablet und WhatsApp. Seit vielen Jahren gehört sie auch zum Team der Holthauser Arbeiterwohlfahrt. Nach dem Tod ihres Mannes Ende 2013 suchte sie sich eine weitere Aufgabe und fand diese in der Seniorengruppe Holthausen. Und die plant jetzt endlich wieder ihr erstes Treffen.

„Regelmäßig kommen wir zusammen, um gemeinsam Kaffee zu trinken, Kuchen zu essen und sich auszutauschen. Im wöchentlichen Wechsel genießen wir entweder ein gemütliches Beisammensein oder wir tun etwas für unseren Grips und spielen Karten oder andere Spiele“, erzählt Christiane Gräbe. Doch die Corona-Pandemie machte dem fröhlichen Treiben einen Strich durch die Rechnung.
„Wie so viele Gruppen, Vereine und Verbände konnten auch wir uns nicht mehr treffen. Natürlich hat man hin und wieder telefoniert, aber das ist ja nicht das gleiche. Und manche Senioren tun sich auch schwer mit dem Telefon. Ich bin mit meinen 78 Jahren noch die Jüngste in der Seniorengruppe. Viele von uns sind weit in den achtziger Jahren. Der harte Kern, der regelmäßig zusammenkommt, besteht aus etwa 15 Personen. Anne Burchardt und ich haben dann zu Weihnachten und zu Ostern versucht, mit kleinen Präsenten den Menschen eine Freude zu bereiten. Wir haben im Vorfeld jeden angerufen und haben die Präsente vorbeigebracht. Ein kleines Schreiben gab es auch. Auf den verständlichen Wunsch, doch auf einen Kaffee reinzukommen, konnten wir natürlich nicht eingehen, denn es war ja nicht erlaubt. Außerdem standen und stehen wir ja alle in der Verpflichtung, die Gesundheit – die eigene und die der anderen – zu schützen“, sagt Christiane Gräbe. Das sieht auch die Vorsitzende der Holthauser Senioren, Anne Burchardt, so. Aber jetzt, im Sommer, soll es dann doch mit persönlichen Treffen wieder losgehen. Immerhin liegt die aktuelle Inzidenz im Kreisgebiet sehr niedrig und viele der Senioren sind auch bereits vollständig geimpft. Auch Christiane Gräbe wird bald die zweite Impfung erhalten und beim ersten Treffen vollständig geimpft sein. „Unsere Treffen finden jeden Montag zwischen 15 und 17 Uhr im Gemeindezentrum in Holthausen, Dorfstraße 9, statt. Jeder ist herzlich willkommen und wir freuen uns auch über neue Gesichter“, sagt sie. Das erste Treffen ist geplant für Montag, 23. August, 15 Uhr. „Natürlich starten wir mit einem gemütlichen Beisammensein bei Kaffee und Kuchen. Eine Woche später wollen wir dann wieder mit einem Spielenachmittag beginnen.“ Christiane Gräbe spielt auch außerhalb dieser Treffen regelmäßig mit vier Damen Canasta. „Man muss etwas tun“, findet sie. „Der Geist muss aktiv bleiben und der Austausch mit Menschen ist doch sehr wichtig. Das hat doch gerade die Pandemie gezeigt. Viele Menschen sind doch völlig vereinsamt.“ Und Anne Burchardt ergänzt: „Die Menschen dürfen sich doch alle wieder im Café treffen. Warum sollten wir dann nicht wieder zusammenkommen dürfen? Wir freuen uns schon sehr darauf.“

Erster Termin am 23. August

Welche genauen Bedingungen bei dem Treffen zu erfüllen sein werden, kann Christiane Gräbe zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen. „Masken können wir aber nicht tragen, wir wollen ja Kaffeetrinken“, sagt sie. Die Seniorengruppe setzt auf die oft zitierten „3 G’s“ – genesen, getestet oder vollständig geimpft. „Ich werde jeden einzelnen der Gruppe kurz vorher noch anrufen“, sagt sie. Dadurch will sie alle an den Termin erinnern und gleichzeitig auch die aktuellen Bedingungen berichten. Wer sonst noch Fragen hat, kann sich auch an Anne Burchardt wenden unter Telefon 02324/81581. Die Holthauser Seniorengemeinschaft gibt es übrigens schon über dreißig Jahre. 13 Jahre davon wurde die Seniorengemeinschaft von Luise Berndt geleitet, die viele Jahrzehnte ehrenamtlich tätig war und 19 Jahre die Arbeiterwohlfahrt leitete. Sie wurde dafür mit der AWo-Verdienstmedaille ausgezeichnet und erhielt den Ehrenring der Stadt Hattingen. 2013 übernahm Marianne Rogge die Leitung, Anne Burchardt kümmerte sich damals um das neue Angebot – den Spielenachmittag. Mittlerweile gehört sie zur Leitung der Seniorengruppe, während sich Christiane Gräbe um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert. „Für eine Person alleine ist das zu viel. Wir machen das in Teamarbeit“, sagt sie. Wichtig ist ihr wie allen anderen Senioren: „Wir wollen endlich wieder zusammen etwas machen.“

Autor:

Dr. Anja Pielorz aus Hattingen

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