Der Neue bei "Sprungbrett": Thorsten Groenda Nachfolger von Peter Dresia bei der Suchthilfe-Einrichtung

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Thorsten Groenda, neuer Geschäftsführer beim suchtmittelfreien Treffpunkt "Café Sprungbrett" am Steinhagen, vor seinem neuen Arbeitsplatz. Foto: Römer
 
Gerne ist Thorsten Groenda auch selbst einmal Gast in seiner Einrichtung und lässt sich dort mit einem Kaffee verwöhnen. Foto: Römer
Hattingen: Cafe Sprungbrett |

Thorsten Groenda ist seit dem 1. März der neue Geschäftsführer beim "Café Sprungbrett", der offene Treffpunkt und zentrale Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und alle Menschen, die sich über Sucht informieren möchten. Damit tritt der 49jährige aus Essen die Nachfolge von Peter Dresia an, dem Ende September 2016 für Außenstehende überraschend bei der niederschwelligen suchtmittelfreien Kontaktmöglichkeit für Suchtkranke und deren Angehörige, Sozialschwache und Heimstatt gut eines Dutzends von Selbsthilfegruppen am Steinhagen 19 gekündigt worden war.

Von Haus aus ist Thorsten Groenda Sozialarbeiter, hat die letzten acht Jahre bei der "Suchthilfe direkt" gearbeitet. Hier war sein Schwerpunkt neben den anderen Bereichen wie die Betreuung Heroin-Anhängiger und die Methadon-Ambulanz vor allem das betreute Wohnen, wie es auch über das Café Sprungbrett" angeboten wird. Zuletzt hat er dort eine solche Einrichtung, die "Villa Altenberg", geleitet.

"In der Sozialarbeit sollte jeder alle sieben bis acht Jahre wechseln."

Parallel zu seiner neuen Stelle in Hattingen studiert Thorsten Groenda, steckt gerade mitten in seiner Master-Arbeit, ist danach anerkannter Suchttherapeut mit den Richtungen Soziales, Psychologie und Medizin. In seinem "anderen Leben", wie er das lachend selbst nennt, hat er einst Raumausstatter gelernt und hatte sich in diesem Beruf sogar selbstständig gemacht, ehe er in die Sozialarbeit wechselte.
"Ich finde, in der Sozialarbeit sollte jeder so alle sieben bis acht Jahre wechseln", findet er. "Damit geht man zumindest der Gefahr der Betriebsblindheit aus dem Wege, dass man nämlich irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht. Darum habe ich auch mein Master-Studium angefangen."
Nach Hattingen und zum "Café Sprungbrett" sei er durch Zufall gekommen. Aber er findet: "Zwar wollte ich eigentlich in eine Suchtklinik wechseln, aber diese Leitungsstelle passte einfach. Hinzu kam, dass ich die Stadt wechseln musste und so einen Blick über den Tellerrand habe. Und die Stadt Hattingen hat mich natürlich sofort ebenfalls angesprochen, auch wenn ich sie von früheren Besuchen her bereits kannte. Hinzu kommt das Miteinander von Vorstand sowie den angestellten und ehrenamtlichen Mitarbeitern. Für mich stellt sich das alles als eine runde Sache dar. Ich mag vielseitige Jobs ud einen davon habe ich jetzt hier."
Thorsten Groenda möchte sich erst einmal eine gewisse Zeit nehmen, um sich Strukturen, die von seinem ersten Eindruck her gut laufen, in Ruhe anzuschauen und anschließend möglicherweise vorsichtig Veränderungen anzuschieben: "Eine Einrichtung wie die unsere sollte sich meines Erachtens nach immer weiter professionalisieren, sich einem Qualitätsmanagement stellen, also die Qualität der Arbeit immer weiter verbessern. Das ist eines meiner Ziele. Denn jede Einrichtung hat ja immer auch eine ökonomische Seite. Als Leiter muss ich darauf achten, dass sie immer auf finanziell gesunden Beinen steht."

"Ich habe hier ein sehr gutes Bauchgefühl. Für mich passt das hier alles."

Für ihn eng damit zusammen hängt auch die Mitarbeiter-Gesundheit: "Das ist im sozialen Bereich ein wichtiges Thema, dass niemand überfordert wird - gerade im psychischen Bereich. In unserem Beruf besteht diese Gefahr immer. Ich weiß das und darum werde ich darauf achten. Keiner soll die Probleme, mit denen er arbeitsbedingt konfrontiert wird, mit nach Hause nehmen. Auch ich schalte dann mein Diensthandy aus."
In seiner Freizeit geht Thorsten Groenda gerne mit seiner Frau wandern oder in die Sauna. Außerdem liebt er die Musik. Er singt und spielt Blues, BluesRock, Rock und HardRock als Gitarrist der Band "Creatures of Hardblues".
Über seine ersten Tage als neuer "Chef" vom "Café Sprungbrett" sagt er: "Ich habe hier ein sehr gutes Bauchgefühl. Für mich passt das hier alles."

Hintergrund-Infos
Adresse: Café Sprungbrett, Steinhagen 19, 45525 Hattingen, Telefon: 02324-5969714; Fax: 02324-59 69722; E-Mail: info@sprungbrett-e-v.de

"Café Sprungbrett" ist offener Treffpunkt und zentrale Anlaufstelle für Betroffene, Angehörige und alle Menschen, die sich über Sucht informieren möchten. Er ist ein Ort der Integration erlaubt und ermöglicht und somit einer Ausgrenzung und Tabuisierung von Sucht und Suchtkranken entgegenwirkt.

Mit der Vereinsgründung 1997 stellte sich der Förderverein die Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit, außerdem Spenden zu sammeln, um bestehende Suchthilfeangebote zu unterstützen und zu erhalten.

Seit dem Bestehen des Café Sprungbrett im März 2002 gibt es die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Café, ohne die der Betrieb nicht aufrecht erhalten werden könnte. Café Sprungbrett
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