"Innen hui, außen pfui"
Dach und Turm der Hemeraner Ebbergkirche haben einen Sanierungsabedarf von mindestens 1.300.000 Euro

Kirchmeister Jörg Schulz (Mitte) machte Martin Gropengießer (li.) und Paul Ziemiak vor Ort im Dachstuhl des Turmhelms die Dringlichkeit der Sanierung deutlich.
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  • Kirchmeister Jörg Schulz (Mitte) machte Martin Gropengießer (li.) und Paul Ziemiak vor Ort im Dachstuhl des Turmhelms die Dringlichkeit der Sanierung deutlich.
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1820 eingeweiht, erfolgt im Jahr 1953 der erste Umbau der Ebbergkirche. 2010 dann der zweite - die aufwändige Sanierung des Innenraums, der das Kirchengebäude endgültig zu einem städtebaulich herausragenden Gebäude in der Felsenmeerstadt machte.

Von Christoph Schulte

Erhebliche Baumängel entdeckt

Doch Kirchmeister Jörg Schulz ist aktuell überhaupt nicht nach Fröhlichkeit zumute. "Man kann in Bezug auf die Ebbergkirche sicherlich das geflügelte Wort 'Innen hui und außen pfui' in den Mund nehmen." Denn bereits vor rund vier Jahren wurden bei dem unter Denkmalschutz stehenden Kirchengebäude bei routinemäßigen Kontrollen erhebliche Baumängel im Außenbereich festgestellt.
"Vor allem am Dachstuhl des Kirchenschiffs und an dem Turm sind die Holzkonstruktionen und Balken von Fäulnis bedroht. Der Turm ist bereits an mehreren Stellen undicht, so dass die Nässe ungehindert in das Gebälk sickern kann", beschreibt Schulz die dramatische Situation. Außerdem gebe es weitere Schäden an der Turmuhr und dem Bruchsteingemäuer insbesondere des Turms. Schließlich müsse auch das komplette Dach der Kirche neu geschiefert und die darunter befindliche Holzlattung erneuert werden. "Ein von der Kirchengemeinde in Auftrag gegebenes Gutachten kommt im August 2019 auf einen Gesamt-Sanierungsbedarf von 1,3 Millionen Euro," erläutert Jörg Schulz. Eine Summe, die von der Kirchengemeinde nie und nimmer alleine gestemmt werden könne. "Deutlich wird dies, wenn man betrachtet, dass die Bauunterhaltungsgelder der Landeskirche für alle Gebäude unserer Gemeinde bei lediglich 30.000 Euro pro Jahr liegen."

Hemeraner CDU will helfen

Also was tun? Jörg Schulz, selbst Ratsmitglied der CDU, wandte sich mit einem Hilferuf an die Hemeraner CDU. "Als wir von der Sache erfuhren, war für uns sofort klar, dass wir helfen wollen", berichtet Martin Gropengießer, Hemeraner CDU-Vorsitzender, "gleichzeitig ist aber auch klar, dass der städtische Haushalt da nur wenig Bewegungsspielraum zulässt. So blieb nur die Suche nach Landes- oder noch besser Bundes-Förderprogrammen, die infrage kommen."
Schnell wurde der Kontakt zum heimischen Bundestagsabgeordneten Paul Ziemiak aufgenommen. Und über diese Verbindung ergab sich in der Tat zumindest ein Hoffnungsschimmer. "Ich werde mich bei der unserer Kulturstaatsministerin Monika Grütters dafür starkmachen, dass die Sanierung der Ebbergkirche in das Förderprogramm 'Denkmalschutz und Baukultur' aufgenommen wird.

CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak setzt sich ein

Versprechen kann ich aber natürlich noch nichts", so der CDU-Generalsekretär vergangene Woche bei einem Ortstermin in Hemer. Der Förderantrag ist jedenfalls bereits auf den Weg nach Berlin, so dass bei einer Bewilligung bestenfalls in 2020 erste Maßnahmen mit der Priorität Dach durchgeführt werden könnten. Und am Ende hatte Jörg Schulz dann doch noch eine positive Nachricht für alle Gemeindemitglieder: "Während der Sanierung könnte der Kirchenbetrieb aber weiterlaufen." Immerhin...

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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