Abrissarbeiten haben begonnen
Rückbau der ehemaligen Drahtseilwerke Adolf vom Braucke und der Firma Nadler in Hemer

Gestartet ist man bereits mit dem Rückbau der Firma Nadler.
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1992 ging das Unternehmen Adolf vom Braucke in die Insolvenz. 2006 schloss die Firma Nadler ihre Tore. Seitdem liegen die 1,7 Hektar großen und mit einer langen Tradition behafteten Gebäudekomplexe im Hemeraner Ortsteil Ihmerterbach brach. Ende April wurde nun endlich mit den Abrissarbeiten begonnen.

Von André Günther

Das Projekt wird vom AVV, dem Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung, als Maßnahmenträger in enger Kooperation mit der Stadt Hemer und dem Märkischen Kreis durchgeführt.

AVV übernimmt 80 Prozent der Kosten

Die Kosten werden zu 80 Prozent vom AVV und zu 20 Prozent von der Stadt Hemer übernommen.
Zunächst einmal sollen die Fabrikgebäude abgerissen werden. Begonnen wurde bereits mit dem Rückbau der Firma Nadler. Danach soll auch das Drahtseilwerk Adolf vom Braucke abgerissen werden. Beides zusammen wird etwa neun Monate in Anspruch nehmen, so dass im günstigsten Fall die Arbeiten bis Anfang 2020 abgeschlossen sind. Die Rückbauarbeiten der einsturzgefährdeten Gebäude werden fachgutachterlich und landschaftsökologisch begleitet und erfolgen unter Einhaltung strenger Auflagen zum Arbeits-, Anwohner- und Naturschutz.

Abschluss frühestens Ende 2020

Im Anschluss soll dann mit der Sanierungsplanung und den Schadstoffuntersuchungen im Boden begonnen werden. Für diese Maßnahmen werden die Kosten in Höhe zwischen 100.000 und 150.000 Euro geschätzt. Die Abrissarbeiten der beiden Industriebrachen werden mit rund 3 Mio. Euro veranschlagt. Erst nach den genaueren Ergebnissen der Untersuchungen kann dann mit den Planungen zur Folgenutzung begonnen werden.

Naturnahes Hochwasserrückhaltebecken

Das gesamte Areal soll jedenfalls nach der Sanierung einer höherwertigen Nutzung zugeführt werden. Einige Ideen und Vorschläge gibt es bereits. Auf der östlichen Teilfläche, dem ehemaligen Gelände von Adolf vom Braucke, soll ein naturnahes Hochwasserrückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von 20.000 Kubikmetern entstehen. Auf der westlichen Teilfläche, dem alten Nadler-Gelände, ist eine 2.000 Quadratmeter große Gemeinbedarfsfläche vorgesehen. Im Zuge des Flächenrecyclings soll daneben auch der teilweise unterirdisch verlaufende und verrohrte Ihmerter Bach renaturiert werden.

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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