Wider den Fachkräftemangel

Mit im Boot sind jetzt OB Horst Schiereck, der gerade unterschreibt, und die Dezernentin für Integration, Stadträtin Gudrun Thierhoff. Foto: Erler
  • Mit im Boot sind jetzt OB Horst Schiereck, der gerade unterschreibt, und die Dezernentin für Integration, Stadträtin Gudrun Thierhoff. Foto: Erler
  • hochgeladen von Bernhard W. Pleuser

Alle Städte des Ruhrgebiets leiden unter den gleichen Defiziten: Überalterung, Integrations-Probleme, Strukturwandel und nicht zuletzt der immer bedrohlicher werdende Mangel an Fachkräften. Was liegt da näher, als sich zu verbünden? Bochum, Dortmund, Duisburg, Mülheim, Essen und Oberhausen haben deshalb vor fünf jahren die Städtekoperation „Integration.Interkommunal“ ins Leben gerufen. Später trat auch Gelsenkirchen bei, am Montag schloss sich Herne dem Kreis an. OB Horst Schiereck unterzeichnete den Kontrakt „Interkulturelle Städteregion Ruhr“.
Dieser sieht unter anderem vor, dass der Anteil der Beschäftigten mit Migrationshintergrund in den Stadtverwaltungen langfristig ihrem Anteil an der Bevölkerung entspricht. Es soll zudem eine Brücke geschlagen werden zu Wirtschaft, Verbänden und Arbeitsagenturen.
In Gelsenkirchen hat man das angestrebte Ziel in einem Bereich schon erreicht: In den Kindertagesstätten haben sowohl 50 Prozent der Kinder als auch 50 Prozent der Erzieher einen Migrationshintergrund. Die Verwaltungslaufbahn ist hingegen weit weniger attraktiv. Die Vertreter aller Städte waren sich einig, dass es darum geht, Qualifizierte an die Region zu binden. „Sie sollen nicht nach Istanbul abwandern, sondern in den Revier-Städten bleiben“, betonte der in Essen für Integrationsfragen zuständige Kulturdezernent Andreas Bomheuer. „Sprachkurse allein reichen da nicht.“
Für Hernes Stadträtin Gudrun Thierhoff ist klar, „dass nicht eine Kommune allein die Potenziale hier behalten kann“. Man müsse den Menschen mit Zuwanderungs-Geschichte klar machen, dass sie vor Ort gebraucht und geschätzt werden, waren sich alle einig. Denn man sei immer dringender auf sie angewiesen. OB Schiereck brachte es auf den Punkt: „Wir haben viel zu wenig Bewerbungen von Migranten.“

Autor:

Bernhard W. Pleuser aus Essen-Kettwig

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.