Kranzniederlegung am Volkstrauertag in Herten
Erinnerung an Opfer von Krieg, Gewalt und Terrorismus

Bürgermeister Matthias Müller gedachte in Herten-Mitte der Opfer von Krieg, Gewalt, Terrorismus und politischer Verfolgung.
  • Bürgermeister Matthias Müller gedachte in Herten-Mitte der Opfer von Krieg, Gewalt, Terrorismus und politischer Verfolgung.
  • Foto: Stadt Herten
  • hochgeladen von Claudia Grosseloser

Zum Volkstrauertag gedachte Bürgermeister Matthias Müller den Opfern von Krieg, Gewalt, Terrorismus und politischer Verfolgung. Zum Gedenken legte er Kränze in stiller Erinnerung nieder. Zwei geplante Gedenkveranstaltung konnte an diesem Tag aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

„Wir gedenken der Menschen, die Opfer von Krieg, Gewalt und der NS-Verfolgung wurden. Auch wenn in Europa seit 1945 ein weitgehend friedliches Miteinander gelebt wird, muss die Unversehrtheit und Würde des Menschen immer wieder neu in unser Bewusstsein gebracht werden“, erinnerte Bürgermeister Matthias Müller anlässlich des diesjährigen Volkstrauertages. Zum Gedenken legte er am Mahnmal in Herten-Mitte und am Ehrenmal in Westerholt Kränze in stiller Erinnerung nieder.

Kranzniederlegung am Mahnmal in Herten-Mitte und am Ehrenmal in Westerholt

Der Volkstrauertag ist ein bedeutender Bestandteil der deutschen Erinnerungskultur. Aufgrund der Corona-Pandemie und dem daraus resultierenden Infektionsgeschehen konnte die traditionsreiche Gedenkveranstaltung am Margarete-Stein-Platz jedoch nicht wie geplant stattfinden. Ursprünglich hatten zwei Klassen der Martin-Luther-Schule und Rosa-Parks-Schule, die Hertener Freundeskreise von Arras, Doncaster und Szczytno, der Gemischte Chor Herten und die Leiterin des Stadtarchivs Kirsten Noetzel Programmpunkte für diesen Tag vorbereitet. Der Fokus sollte dabei auf dem 75-jährigen Kriegsende liegen.

Ebenso musste der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK) für Westerholt seine geplante Gedenkveranstaltung am Ehrenmal absagen. So musste sowohl der Schweigemarsch als auch die Beiträge der Schülerinnen und Schüler der Martin-Luther-Schule, der Martinsbläser und des Männerquartetts in diesem Jahr ausfallen. Stattdessen legte Bürgermeister Matthias Müller zusammen mit dem VDK-Beauftragten Winfried Kunert, stellvertretend für alle Beteiligten, am Ehrenmal Westerholt einen Kranz nieder.

Historischer Hintergrund

1922 wurde der Volkstrauertag durch den 1919 gegründeten Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges eingeführt. Während des Nationalsozialismus wurde die eigentliche Bedeutung entfremdet. So erklärten die Nationalsozialisten 1934 den Tag zum Staatsfeiertag, der unter dem Namen "Heldengedenktag" bekannt wurde. Überall, auch in Herten, entstanden Kriegerehrenmale. So erhielt auch das Kriegerehrenmal am "Alten Friedhof", an dem die Stadt bis heute den Volkstrauertag begeht, ein Eingangstor mit Aufmarschplatz. Die jeweiligen Ortsgruppen der NSDAP richteten diese Veranstaltungen aus und nutzen sie für ihre Propagandazwecke. Seit 1950 wird der Volkstrauertag wieder jedes Jahr im Plenarsaal des Deutschen Bundestages begangen. Dabei ist der ursprüngliche Gedanke an Versöhnung und das Gedenken der Opfer wieder in den Mittelpunkt gerückt.

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Lokalkompass Herten aus Herten

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