Familie Wessing freut sich über den Hertener Klimapreis

Im Hausanschlussraum von Familie Wessing ist es eng geworden. Ein riesiger Warmwasserspeicher dominiert die Fläche. An den Wänden sind zudem neue Leitungen, Schnittstellen und Zähler angebracht worden: An der Scherlebecker Straße wird jetzt hocheffizient geheizt.

Die Umbauten nahm Hagen Wessing auch vor, damit seine Anlage für „Stadt als Speicher“ genutzt werden kann. Das Forschungsprojekt, an dem neben den Hertener Stadtwerken die TU Dortmund, die Universität Duisburg-Essen, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT), die Stadtwerke Wunsiedel sowie die Firmen Bittner und Krull und Bosch-Buderus beteiligt sind, testet die Möglichkeit, Energie dann abrufen zu können, wenn sie gebraucht wird.

Dabei sollen in der Versuchsphase nicht nur größere Anlagen wie die Blockheizkraftwerke der Hertener Stadtwerke und das h2herten zum Einsatz kommen, sondern eben auch Kundenanlagen. Auch die Wessings stellten nicht etwa die Anlagen ihrer Haustechnik-Firma zur Verfügung, sondern die in ihrem Wohnhaus.

Um den eingebauten Wärmespeicher auch nach der Projektphase weiter nutzen zu können, mussten Hagen Wessing und seine Frau Martina selbst Geld in die Hand nehmen. „Dieses Engagement im Sinne der Forschung fand die Klimapreis-Jury unterstützenswert“, erklärt Dr. Babette Nieder, Geschäftsführerin der Hertener Beteiligungsgesellschaft (HBG). „Nicht nur das finanzielle, sondern auch das menschliche und fachliche Engagement für die ‘Stadt als Speicher‚ ist ein positives Beispiel für den Klimaschutz“, ergänzt Detlef Großjohann, Bereichsleiter Technischer Service bei den Hertener Stadtwerken.

Deshalb freute sich das Ehepaar Wessing beim Klimafest am 13. Juni über einen Klimapreis der Stadt Herten und der Hertener Stadtwerke. Zukünftig wird außerdem eine Plakette das effiziente Haus in Scherlebeck zieren: Gemeinsam mit Detlef Großjohann überreichte Dr. Babette Nieder das Label „Projekt im Hertener Klimakonzept 2020+“ an Hagen Wessing.

Der Klimapreis ist ein Projekt im Hertener Klimakonzept 2020+:
Bis zum Jahr 2020 soll der CO2-Ausstoß in Herten um 91.000 Tonnen sinken (Basisjahr 2006). Mit der Umsetzung des Hertener Klimakonzepts 2020 wollen die Stadt Herten und die Hertener Stadtwerke dazu ihren Beitrag leisten. Dazu gehört auch, die Bürgerschaft zum Mitmachen zu motivieren. Denn Klimaschutz ist eine Gemeinschaftsaufgabe.
Im Jahr 2012 wurde Herten vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative als eine von 19 Städten in Deutschland für die Umsetzung eines "Masterplan 100% Klimaschutz" ausgewählt. Der Masterplan 100% Klimaschutz vertieft das Hertener Klimakonzept 2020 und entwickelt Perspektiven für die klimaneutrale Stadt 2050.

Autor:

Stefanie Hasler aus Herten

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