Verein ruft zur Rettung auf
Hildener Bäume leiden weiter

Der Verein für Bäume fordert den Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr, die die Stadtbäume bewässern könnte.

Mit einem offener Brief wendet sich die Vorsitzende des Vereins für Bäume, Regina Brödenfeld, an  Bürgermeisterin Birgit Alkenings und fordert sie auf, die Freiwillige Feuerwehr einzusetzen, um die Hildener Bäume zu retten. 
Das Thema "Bäume wässern" habe bereits im vergangen Jahr zu Anfragen an die Bürgermeisterin und zu Anträgen im Rat geführt. "Leider ins Leere hinein", bedauert Brödenfeld.

Bürger nehmen Baumsterben wahr

"Die Hildener Bürger nehmen - wie es sich in vielen Gesprächen ergeben hat - das langsame Baumsterben und die scheinbare Reglosigkeit der Bürgermeisterin sehr wohl wahr und fühlen sich hilflos, da sie den Baum vor Ihrer Haustür versorgen, aber nicht den 'ganzen Wald retten' können."  Auch die Bürger ruft Brödenfeld auf, die (Straßen) Bäume vor der Haustür zu gießen.

Offener Brief

In dem Brief heißt es:  

"Sehr geehrte Frau Alkenings,
wir erleben gerade den 2. trockenen Hitzesommer. Der Juli wurde soeben als der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen ausgerufen. Die Natur leidet unter der Dürre, an allen Ecken sieht man Bäume, die das Laub frühzeitig abwerfen, oder gar schon gänzlich eingegangen sind. Die Hildener Bürger nehmen es wahr. Sie auch, Frau Bürgermeisterin?
Im vergangenen Jahr haben sie sich gegen Bewässerungs-Hilfseinsätze der freiwilligen Feuerwehr ausgesprochen. In der letzten Ratssitzung vor den Sommerferien haben sie behauptet, dass die beiden städtischen Bewässerungswaren völlig ausreichend seien, die frisch gepflanzten bis dreijähren Bäume mit Wasser zu versorgen und Hilden in dieser Hinsicht besser aufgestellt sei, als die Nachbarstädte.
Natürlich ist es richtig, dass in erster Linie frisch gepflanzte und Jungbäume zu wässern sind, da das Wurzelwerk noch nicht ausgebildet genug ist, um eine eigenständige Wasserversorgung zu gewährleisten. Nach zwei Dürresommern und einem regenarmen Winter haben jedoch auch Altbäume keine Möglichkeit mehr, sich ausreichend mit Wasser zu versorgen. Der Boden ist in die Tiefe hinein zu trocken.
Die Bäume verschließen bei großer Trockenheit ihre Blattspalten, um „Wasser zu sparen“. Dies hilft dem Baum beim Überleben, verhindert jedoch, dass der Baum Photosynthese betreibt. Er verbraucht kein CO² mehr und reinigt somit nicht mehr unsere Luft.
Der nächste Schritt ist dann der Abwurf von Blättern. Hilft auch dies nicht, kann es auch schon mal zum Abwurf von jungen Ästen kommen. Der Baum tut alles, um zu überlegen, aber ohne Regen/Bewässerung hat er keine Chance, und er stirbt ab.
Ich fordere Sie daher auf, sämtliche mögliche Maßnahmen zu ergreifen, um dem Baumsterben Einhalt zu gebieten.
Dies wären z.B. Giesringe, wie sie in anderen Gemeinden aufgestellt wurden. Diese helfen dabei, dass das angebrachte Wasser im Wurzelbereich versickert und nicht – wie man es beim Baum-Bewässern auf der Mittelstraße zu beobachten ist, die Fußgängerzone flutet.
Lassen Sie endlich die freiwillige Feuerwehr helfen. In den kreisangehörigen Städten Langenfeld, Monheim, Haan, Mettmann, Wülfrath, aber auch in Düsseldorf, Wuppertal, Viersen, Grevenbroich, Aachen und vielen anderen Städten in ganz Deutschland haben sich Verwaltung und Feuerwehr vereinbart, dass die Freiwillige Feuerwehr bei der Bewässerung der Bäume auf den Stadtgebieten Unterstützung leistet. Eine wöchentliche Feuerwehrübung im Stadtpark, auf den Friedhöfen oder dem Holterhöfchen rettet unseren geringen alten Baumbestand!
Appellieren Sie an die Bürger! Nicht die Geranie im Blumenkasten, sondern der Baum vor der Haustür ist für unsere Umwelt wichtig. Aktivieren Sie die Anwohner, die Bäume vor Ihrer Haustür zu bewässern. Jede Gießkanne Wasser ist wichtig und hilfreich!"

Autor:

Lokalkompass Langenfeld - Monheim - Hilden aus Monheim am Rhein

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