Sammlung geht ins Museum "Strom und Leben"
Elektro-Museum geschlossen

Die Telefone von einst hatten noch eine Wählscheibe: Viele Jugendliche kennen diese Geräte gar nicht mehr  sagt Günter Rateike.
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  • Die Telefone von einst hatten noch eine Wählscheibe: Viele Jugendliche kennen diese Geräte gar nicht mehr sagt Günter Rateike.
  • Foto: Michael de Clerque
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Das kleine, aber feine Hildener private Elektro-Museum hat für immer seine Pforten geschlossen. Die wertvolle Sammlung übernimmt das Museum "Strom und Leben" des Umspannwerkes Recklinghausen.

 Es ist ein "Ende mit einem weinenden und einem lachenden Auge", sagt Günter Rateike. "Nun ist eingetreten was nur von den 'Oberen' der Stadt Hilden verschmäht wurde. Das kleine aber feine Elektro- Museum Hilden am Mühlenbachweg hat für immer seine Pforten geschlossen", fährt er fort. "Leider."
Rateike bedauerte die Einstellung der Hildener Bürgermeisterin, Birgit Alkenings, "das kostet uns nur Geld“, oder dem Kulturamt „sowas brauchen wir nicht."

Stadt lehnte Angebot ab

Angesichts dieser Äußerungen sei nicht damit zu rechnen gewesen, dass "diese hervorragende Sammlung in Hilden bleibt." Auch das Angebot mit Kostenbeteiligung, die ehemalige Apotheke am Gressard Platz, die seit über 30 Jahren leersteht, zu übernehmen, scheiterte. "Schade, aber Hilden ist nun um eine Sammlung alter elektrotechnischer Errungenschaften ärmer geworden."
Während der fast 30 jährigem Bestehen des Museums, das Dr. Ellen Wiederholt 1991 eröffnete, habe danach niemand von der Verwaltungsspitze das Museum besucht, bedauert Rateike. Das sei das weinende Auge, weil nun eine Ära in Hilden zu Ende gehe.

Dank an Spender und Besucher

"Ich danke allen Besuchern und Spendern von Exponaten, sowie allen, die sich für die Erhaltung des Museums eingesetzt haben", erklärt Rateike. Sein besonderer Dank gelte seinem Freund Georg Rodehüser und seiner Familie, die ihm mit den Räumlichkeiten am Mühlenbachweg eine Plattform bot, das Museum bekannt und beliebt zu machen.
"Das lachende Auge ist die freundliche Übernahme aller Exponate vom Museum 'Strom und Leben' des Umspannwerkes Recklinghausen", fährt er fort. Dort "finden die Exponate aus Hilden mit der dortigen großartigen Sammlung eine neue Bleibe. Nach einer kurzen Besichtigung in Hilden war klar, dass die wunderschönen Geräte gerne übernommen werden", freut sich Rateike.

Exponate von 1906 dabei

Der Elektromeister hatte bereits früh begonnen, Exponate zu sammeln. Sie reichen bis an den Beginn des vergangenen Jahrhunderts zurück. Zu sehen waren unter anderem die ersten Staubsauger in Deutschland oder Telefone. Aber auch funktionsfähige Messgeräte von 1906 bis hin zu Kuriositäten wie dem vollfunktionsfähigen Tefifon waren in Hilden zu sehen. Auch Exponate aus dem Beginn des Computerzeitalter hatte Rateike ausgestellt. All das und noch viel mehr ist nun Museum "Strom und Leben" des Umspannwerkes Recklinghausen, Uferstraße 2 bis 4, in 45663 Recklinghausen zu betrachten. "Damit sind die teils teuren und wertvollen Exponate vor dem Container gerettet worden", sagt Rateike mit dem lachenden Auge. Das Museum ist unter Telefon (02361) 9842216/17 zu erreichbar. Es ist von montags bis freitags von 10 bis 17 Uhr geöffnet

Die Telefone von einst hatten noch eine Wählscheibe: Viele Jugendliche kennen diese Geräte gar nicht mehr  sagt Günter Rateike.
Auch Haushaltsgeräte, vom Staubsauger über Herde bis zu ungewöhnlichen Toastern, waren ausgestellt.

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