Alles, was das Leben bieten kann
Erneut hochkarätige Foto-Ausstellung von Matt Stuart in der Städtischen Galerie Iserlohn

Die letzten Bilder mussten am Donnerstag noch an die Wand. Galerieleiter Rainer Danne (li.) und Mitarbeiter Günter Unnasch beim Aufhängen. Foto: Schulte
  • Die letzten Bilder mussten am Donnerstag noch an die Wand. Galerieleiter Rainer Danne (li.) und Mitarbeiter Günter Unnasch beim Aufhängen. Foto: Schulte
  • hochgeladen von Christoph Schulte

Die Städtische Galerie Iserlohn zeigt ab sofort die Ausstellung “Matt Stuart – Alles, was das Leben bieten kann / All that life can afford”.

Iserlohn. Das Stadtmuseum Schleswig und die Städtische Galerie Iserlohn setzen mit dem Matt-Stuart-Projekt ihre langjährige erfolgreiche Kooperationspartnerschaft fort und freuen sich, in Zusammenarbeit mit dem Fotografen und der Magnum Agentur diese Ausstellung realisieren zu können. „Alles, was das Leben bieten kann / All that life can affford“ wird dank der Initiative der beiden Häuser mit rund 100 Arbeiten die erste große und umfassende Werkschau von Matt Stuart sein.
Die weltweite Premiere feierte die Ausstellung im Juni 2018 im Stadtmuseum Schleswig.
Seit dem 16. November wird sie in der Städtischen Galerie Iserlohn gezeigt. Daran schließt sich eine Tournee an, die von der Magnum Photos in Paris betreut werden wird.
Ein einfaches Herbstblatt auf dem Bürgersteig und doch das fröhliche Lächeln eines roten Mundes - es sind die skurrilen und komischen Momente, die sich dem flüchtigen Blick entziehen, denen Matt Stuarts ganze Aufmerksamkeit gilt. Unablässig durchstreift er mit der Leica seine Heimatstadt London. „Wenn jemand Londons überdrüssig ist, ist er des Lebens überdrüssig; denn in London hat man alles, was das Leben bieten kann.“ Dieses Zitat des englischen Schriftstellers und Kritikers Samuel L. Johnson stammt aus dem 18. Jahrhundert. Matt Stuart hat es seiner ersten Publikation vorangestellt. „All that life can afford“ ist 2016 erschienen und zeigt eine Sammlung von rund 100 Aufnahmen, die zwischen 2002 und 2015 in den Straßen und auf den Plätzen der englischen Metropole entstanden sind.
1974 in Harrow im Nordwesten Londons geboren, war für Matt Stuart das Skateboard der erste ständige Begleiter und Auslöser für die bis heute andauernde Faszination des Großstadtlebens. Inzwischen hat er das Skateboard gegen eine Kamera getauscht, ohne die er niemals das Haus verlässt.

Mitglied der legendären Magnum-Agentur

Der Internet-Wettbewerb und das Buch-Projekt „Street Photography Now“, die der englische Verlag Thames & Hudson 2012 initiierte, löste weltweit so etwas wie die Renaissance der Straßenfotografie aus. Namhafte Fotografen stellten ein Jahr lang Woche für Woche Themenaufgaben online, an denen sich eine ständig wachsende Schar von Fotobegeisterten auf allen Kontinenten abarbeitete. Die besten Einsendungen wurden am Ende ausjuriert und fanden Eingang in das Buch. Die Ehre des Cover-Fotos gebührte Matt Stuart. Sein Bild einer aus der bodentiefen Perspektive aufgenommenen Taube, die scheinbar im Gleichschritt mit den Passanten über den Trafalgar Square schlendert und deren Schwanzfedern den Gehröcken der Menschen auf dem Platz zu gleichen scheint, wurde schnell berühmt und machte den Namen Matt Stuart in der Szene bekannt. Er wurde Mitglied des internationalen Kollektivs In-Public, aber auch Magnum Photos wurde auf ihn aufmerksam und seit 2016 ist Matt Stuart nominiertes Mitglied der legendären Agentur, für jeden jungen Fotografen nach wie vor der Ritterschlag.

Am heutigen Samstag, 17. November, um 18.30 Uhr, hält Matt Stuart in der Galerie einen Vortrag über seine Arbeit in englischer Sprache. (Eintritt acht Euro)

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen