Polizeieinsätze im Jobcenter
Gedenken an Christy Schwundeck

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Am 19.05.2011 starb die deutsche Staatsbürgerin nigerianischer Abstammung Christy Schwundeck bei einem Polizeieinsatz im Jobcenter Gallus, Frankfurt/Main.

Dort hatte sie um 10,00 € gebeten, weil ihre Leistungen eingestellt wurden und sie Hunger hatte. Als sie sich weigerte, das Zentrum zu verlassen, und als die Polizei eintraf, entwickelte sich eine Situation, in der sie auf einen Polizisten einstach und eine Polizistin ihr in den Bauch schoss und sie tötete. Ihr Tod löste international Empörung aus. Der Polizist wurde aus Gründen der Notwehr von allen Anklagepunkten freigesprochen

"Im Januar 2012 stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen die Polizistin mit der Begründung ein, sie habe in Notwehr gehandelt. Der Staatsanwalt sagte, Schwundeck sei auf die Polizistin zugelaufen und habe sie in Lebensgefahr versetzt. Er sagte, dass die Verwendung von Pfefferspray oder einem Warnschuss in einem kleinen Raum nicht praktikabel sei. [2] Im März 2012 berichtete Der Spiegel , dass Schwundecks Bruder und ihr Ex-Mann eine Klage bei der Generalstaatsanwaltschaft eingereicht hatten, die einen Prozess gegen den Beamten forderte. [2]"
Tod von Christy Schwundeck

Polizistin erschießt Jobcenter-Kundin
spiegel.de, 19.05.2011, 11.18 Uhr 

"Sie verletzte einen Polizisten mit einem Messer und starb durch den Schuss seiner Kollegin: Vor dem Zwischenfall in einem Frankfurter Jobcenter hat die getötete 39-Jährige mit Mitarbeitern um Geld gestritten - offenbar ging es um einen geringen Betrag."
Streit um Geld ging Todesschuss im Jobcenter voraus
spiegel.de, 20.05.2011, 22.03 Uhr

Unterdrückte Berichterstattung zum Thema Übergriffe in Jobcentern

Seit Jahren beobachte ich Presseartikel zu diesem Thema. Mehrere Hundert Artikel habe ich als  Polizeieinsätze in Jobcentern zusammengetragen. Körperverletzung, Bombendrohungen, Sachbeschädigung und Beleidigungen sind wiederkehrende Themen. Auch wurden vereinzelt Übergriffe mit tödlichem Ausgang bekannt.

Jobcenter sind soziale Brennpunkte durch die fortgesetzte Steigerung der Existenzgefährdung.  Und auf solche Bedrohungslagen reagieren die Menschen unterschiedlich, viele kapitulieren und resignieren. Spontan denke ich an zwei Personen aus Iserlohn die den Weg des Suizid gewählt haben, um den fortgesetzten Demütigungen zu entgehen. 

Aber anstelle deutlicher Verfahrens-Vereinfachung und nachhaltiger Verbesserung der Gewährung von existenzsichernden Leistungen  erleben wir eine massive Aufrüstung in Jobcentern durch Sicherheitskräfte. 

Bei Christy Schwundeck löste ein Betteln im Jobcenter um gerade mal 10,00 € einen Messerangriff auf einen Polizisten und einen tödlichen Schuss aus einer Polizeiwaffe aus.

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Autor:

Ulrich Wockelmann aus Iserlohn

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