"Noch ist alles möglich"
Interview mit Justin Florek, Kapitän der Iserlohn Roosters

Roosters-Kapitän Justin Florek im STADTSPIEGEL-Interview Im Sommer hat Justin Florek die Nachfolge von Jason Jaspers als Kapitän der Iserlohn Roosters angetreten. In seinem zweiten Jahr bei den Sauerländern bekleidet er nun ein wichtiges Amt in der Mannschaft. Dass Florek als Kapitän gewählt wurde und nicht vom Trainer bestimmt, zeigt, wie groß das Vertrauen seiner Teamkameraden ist.

Von André Günther

Ist es für Sie einfach oder schwer, Kapitän der Mannschaft in diesem Jahr zu sein?

Justin Florek: „Das kann man so nicht sagen. In erster Linie ist es für mich ein stetiger Lernprozess, denn ich war zwar schon mal an der Universität Kapitän einer Mannschaft, aber noch nie im Profibereich. Ich versuche einfach von den Kapitänen, die ich bislang hatte, die besten Dinge mitzunehmen und alles für das Team zu geben.“

Wie sieht Ihr Führungsstil aus?

Florek: „Ich bin nicht der größte Redner und in der Kabine auch eher still. Ich versuche eher durch Taten und harte Arbeit vorweg zu marschieren und die Mannschaft mitzuziehen. Ein Lautsprecher bin ich aber definitiv nicht.“

Wie erklären Sie sich die diesjährige Auswärtsschwäche?

Florek: „In eigener Halle ist die Intensität einfach wesentlich höher. Das liegt vor allem an unseren Fans, die uns viel Energie geben. Auswärts müssen wir einfach eine andere Einstellung zeigen als bisher. Da entscheidet sich ein Spiel schon zu Beginn, je nachdem, wie wir uns in den ersten zehn Minuten präsentieren. Das muss uns endlich mal besser gelingen, um dann so eine Partie auch souverän über die Bühne zu bringen.“

Ist die Torhüter-Diskussion auch ein Thema in der Kabine?

Florek: „Ja natürlich, aber sie nimmt nicht den Stellenwert ein, wie zum Beispiel in den Medien oder bei den Fans. Wir konzentrieren uns ausschließlich auf das nächste Spiel, und da ist es für die Mannschaft egal, wer im Tor steht. Alle haben ein Ziel – wir wollen gewinnen, egal ob der Trainer, die Spieler oder der Manager.“

Wie lautet Ihr Zwischenfazit nach knapp einem Drittel der Saison?

Florek: „Im Moment ist in der Liga noch alles sehr eng zusammen. Es geht darum, weiter um jeden Punkt zu kämpfen, an jedem Wochenende. Wir müssen lernen, jetzt auch endlich die knappen Spiele zu gewinnen und dann vielleicht auch in einen Lauf zu kommen. Noch ist alles möglich.“ Das "C" steht für Kapitän: Justin Florek. Foto: ag

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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