Olli Kahn hinter Gittern

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Einst war er der Titan und für die meisten unerreichbar. Gestern hatten einige Gefangene aus sechs Jugendvollzugsanstalten in Drüpplingsen die Chance, Oliver Kahn einmal hautnah zu erleben. Als Botschafter der Sepp-Herberger-Stiftung unterstützt der ehemalige Torhüter der deutschen Nationalmannschaft seit 2008 das Projekt „Anstoss für ein neues Leben“, ein Langzeitprojekt zur Resozialisierung jugendlicher Strafgefangener. Ziel dabei ist es, den teilnehmenden Jugendstrafgefangenen während der Inhaftierung aktiv auf die Zeit danach vorzubereiten. Dabei versuchte Oliver Kahn, die Gefangenen zu motivieren, sich für die Zukunft Ziele zu setzen, und ihnen dabei zu erklären, wie man es schaffen kann, diese Ziele auch zu erreichen. „Ich war überrascht, wie aufmerksam die Jungs und Mädchen hier mitgemacht haben. Meine Fragen haben gezeigt, dass die meisten der Jugendlichen die richtigen Antworten im Grunde genommen wissen, sie müssen ihnen halt nur immer wieder deutlich vor Augen geführt werden“, meint Kahn. In seinem Vortrag zeigte er auch zahlreiche Szenen aus seiner aktiven Laufbahn, die den Zuhörern verdeutlichten, dass auch der Titan mit Rückschlägen und Niederlagen zu kämpfen hatte. „Ich will den Jugendlichen zeigen, wie sie damit umgehen und gestärkt daraus hervorgehen können. Dabei ist der Sport sehr, sehr wichtig.“ Im Anschluss folgte ein Workshop in den Gruppen der sechs JVA‘s. Nach dem gemeinsamen Mittagessen ging es dann auf den Platz, wo die sechs Teams ein Fußballturnier austrugen. Bis zum September werden weitere Aktionen der Sepp-Herberger-Stiftung folgen.

Autor:

Christoph Schulte aus Hemer

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