"Zivildienst" auf dem Stundenplan

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Mit Beginn des Schuljahres im September 2010 wurde in der Hauptschule Letmathe ein besonderes Projekt auf den Weg gebracht: Jung trifft Alt.

Rund 30 Schüler der Klassen 9 und 10 engagieren sich dabei für das Miteinander der Generationen, in dem sie sich aus der Schule heraus für andere in der Gemeinschaft einbringen.
So werden zu festen Zeiten im Stundenplan die Bewohner im Altenzentrum St. Kilian besucht. Die Schüler gehen mit ihnen spazieren, lesen etwas vor oder hören auch einfach nur mal zu. „Dinge, die in unserem Berufsalltag leider oft zu kurz kommen“, erklärt Heike Reuschenbach, Leiterin des Sozialen Dienstes im Altenzentrum.
Schön findet Reuschenbach es vor allem, wie unbefangen die jungen Leute auf die Bewohner zugehen. Sollte es dennoch Situationen geben, in denen sich die jungen Menschen überfordert fühlen, ist immer ein Ansprechpartner vor Ort. Zudem wurden die Schüler vorab gründlich eingewiesen. „Dazu gehört eine allgemeine Unterweisung zum Umgang mit den Heimbewohnern, das man deutlich sprechen sollte, aber auch Infos über die verschiedenen Krankheitsbilder“, so Reuschenbach.
Zivildienst als Teil des Stundenplans? „Das ist viel mehr“, weiß der Direktor der Hauptschule, Anmuth. „Hier wird soziales Lernen gefördert und Berufsperspektiven können sich eröffnen.“ Zudem würden bei den Schülern deutlich die positiven Eindrücke überwiegen.
Das ungewöhnliche „Fach“ ist frei gewählt. Als Alternative waren auch Sport, Technik oder ein Computerkursus im Angebot. Doch die Schüler haben sich bewusst für dieses Projekt entschieden. „Das kann schließlich jedem von uns mal passieren, dass wir auf Hilfe angewiesen sind. Dann würde ich mir das auch wünschen, dass man sich gut um mich kümmert. Es ist wichtig und schön zu helfen“, so Timo aus der Klasse 10. „Ich finde auch den Erfahrungsaustausch interessant. Die Leute hier haben eine Menge Lebenserfahrung“, ergänzt Klassenkameradin Denise.
Das Projekt, dass gemeinsam von Heike Reuschenbach und Lehrerin Elisabeth Maziosek ins Leben gerufen wurde, wird auch im nächsten Schuljahr fortgeführt. „Der Erfolg gibt uns Recht“, so Maziosek. Beide Seiten profitierten von diesem Arrangement. „Allerdings sehen wir jetzt auch, wo es noch Verbesserungsbedarf gibt. Das werden wir dann in Absprache mit dem Altenzentrum noch optimieren“, ist die Lehrerin zuversichtlich. Heike Reuschenbach absolviert zudem eine Fortbildung über Ehrenamtskoordination.

Autor:

Melanie Giese aus Recklinghausen

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