Bergkamen: Kunstprojekt "Stadtbesetzung III" - mitmachen und sich einmischen

Mitten im Wohngebiet soll auf dem Kurt-Schumacher-Platz in Bergkamen im September 2018 ein temporäres Kunst-Projekt an der Skulptur „Mutter mit Kind(ern)“ entstehen.
  • Mitten im Wohngebiet soll auf dem Kurt-Schumacher-Platz in Bergkamen im September 2018 ein temporäres Kunst-Projekt an der Skulptur „Mutter mit Kind(ern)“ entstehen.
  • Foto: Stadt Bergkamen
  • hochgeladen von Kerstin Halstenbach

Das Bergkamener Kunst-Projekt "Stadtbesetzung" geht im September in die dritte Runde. Auch diesmal sind Bürgerinnen und Bürger zum Mitmachen eingeladen. Die Verantwortlichen des Projekts stellten jetzt Idee und Konzept im Bergkamener Rathaus vor.

In Kooperation mit dem Kultursekretariat NRW Gütersloh wird das Projekt von der Stadt Bergkamen getragen. Als Künstler konnten Samuel Treindl aus Münster in Kooperation mit David Rauer aus Osnabrück gewonnen werden. Sie haben unter anderem bei der „Produktionsskulptur“ im Rahmen EmscherKunst 2016 zusammen gearbeitet.
Die Umsetzung ist von Dienstag, 18. September,  bis Sonntag,  23. September,  geplant. Am 22. September (Samstag) steigt ein kleines Fest.

Aktion auf dem Kurt-Schumacher-Platz

Nach einer Besichtigung verschiedener Orte in Bergkamen hat sich Samuel Treindl für den Kurt-Schumacher-Platz und die Brunnenskulptur von Else Montag „Mutter mit Kind(ern)“ von 1953 als Wirkungsstätte entschieden. Über den Zeitraum fast einer Woche wird die Skulptur „Mutter mit Kind“ zur sozialen Skulptur. Die brunnenartige Rahmung des Denkmals wird um vier Funktions-Bereiche erweitert. Das Monument wird umbaut mit vier Stationen: einer offenen Küche, einem Café mit Kuchen, einer Bar und einen Ofen, der als Grillstation genutzt wird.

Kleben, Klönen und Kaffee trinken

Hier sollen Schnibbelparties stattfinden, gemeinsam Essen zubereitet werden, es gibt eine Sitzecke und eine Kaffeestelle, an der Kaffee oder Tee ausgeschenkt und ein Stück Kuchen angeboten werden können.
Start des Projektes ist Dienstag (18.9.), dann beginnt die Platzbesetzung mit ersten Konstruktionen rund um das „Mutter mit Kind“ Denkmal. Am Mittwoch ist die Bergkamener Bevölkerung zur Eröffnung der ersten Funktionskunststelle mit Kaffee und Tee und zu einem Stück Kuchen eingeladen. Am Freitag (21.9.) gibt es eine Party mit der Einweihung der Bar und der Küche. Am Samstag (22. 9.) wird bei einem Fest der selbst gebauten „Ofen“ in Betrieb genommen.

Es ensteht ein soziales Monument

Die „Mutter mit Kind“ Skulptur“ wird von Samuel Treindl und David Rauer mit allem umgarnt, was sie brauchen. Als Arbeitsmaterial bringen die Künstler Bauholz, Lehm, Montagematerial wie Schrauben, Verbinder, Planen sowie eine größere Menge eines neu entwickelten Biokunststoffs mit dem Namen Polycaprolacton mit. Dieser Kunststoff lässt sich bei 60° Grad in handwarmem Wasser formen und als Verbindungsmaterial für unterschiedlichste Situationen nutzen. 
Alle Interessierten sind jederzeit eingeladen, mit den Künstlern in dieser Woche zu bauen und sich in diesem erweiterten „Mutter Kind Denkmal“ temporär zu verewigen. Jederzeit kann sich eingemischt und mitgemacht werden. Am Ende steht ein soziales Monument, das aus sämtlichen Geschichten ein schönes Bild ergibt..
(Quelle: Stadt Bergkamen)

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