Flagge macht in Kamen auf Gewalt an Mädchen und Frauen aufmerksam

 Am 25. November ist Internationaler Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Martina Grothaus und die Kamener Bürgermeisterin Elke Kappen (rechts) zeigen Flagge.
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  • Foto: Stadt Kamen
  • hochgeladen von Diana Ranke

Am 25. November, dem weltweiten Tag gegen Gewalt an Mädchen und Frauen, trafen sich in den vergangenen 20 Jahren viele engagierte Frauen und Männer, um gemeinsam mit der Verwaltung, dem Kommissariat Kriminalprävention und Opferschutz sowie dem Frauenforum im Kreis Unna e.V. „Flagge zu zeigen“ und sich solidarisch mit den Betroffenen zu erklären. In diesem Jahr müssen Bürgermeisterin Elke Kappen und die die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Kamen, Martina Grothaus, allein dafür sorgen, dass die Fahne „frei leben – ohne Gewalt“ vor dem Rathaus zu sehen ist. Die Fahne macht auf die vielfältige Gewalt aufmerksam, die Frauen und Mädchen überall auf der Welt Tag für Tag erleben müssen.

"Auch wenn die Fahne keine Gewalt verhindern kann, so ist sie mittlerweile aber zu einem weltweiten Symbol gegen Gewalt an Frauen geworden“, sagt Bürgermeisterin Kappen. Neben dem Thema Zwangsverheiratung und Frühehen, das in diesem Jahr im Mittelpunkt der von Terre des femmes ins Leben gerufene Aktion steht, konnten an dem internationalen Gedenktag schon viele Gewaltformen, denen Frauen immer wieder ausgesetzt sind, öffentlich gemacht werden – wie etwa „weibliche Genitalverstümmelung“ oder „Gewalt gegen Frauen in der Prostitution“.

Häusliche Gewalt

„Ein Thema, das in jedem Jahr aktuell ist, ist nach wie vor die häusliche Gewalt“, verweist die Bürgermeisterin auf die aktuellen Zahlen der Polizei. Kreisweit ist die Zahl der Einsätze bei Partnergewalt nahezu identisch geblieben. Bis zum 31. Oktober. wurde die Polizei in diesem Jahr 376 Mal gerufen, neun Mal weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres. In Kamen gab es allerdings fünf Einsätze mehr. 75 Mal hat die Polizei im Kreis Unna eine Wohnungsverweisung ausgesprochen. 2019 war das 93 Mal der Fall.

Hilfetelefon

„So erschreckend die Zahlen auch jedes Jahr wieder sind, dient dieser Tag aber auch dazu, bundesweit das Thema stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und Betroffene auf wichtige Hilfsangebote hinzuweisen zu können“, hofft die Gleichstellungsbeauftragte Martina Grothaus. „Denn gerade zu Corona-Zeiten ist es wichtig, dass Frauen wissen, wo telefonische oder Online-Beratung angeboten wird.“ Neben dem bundesweiten Hilfetelefon, das rund um die Uhr in mehreren Sprachen unter der Nummer 0800 116016 erreichbar ist, bietet im Kreis Unna die Frauenberatungsstelle des Frauenforums unter der Telefonnummer 02303 82202 Unterstützung an. Auch unter „staerker-als-gewalt.de“ finden Betroffene sowie Menschen, die Betroffenen helfen möchten, zahlreiche Informationen zum Thema. „Stärker als Gewalt“ ist eine Initiative des Bundesfrauenministeriums, die die Stadt Kamen bereits im Frühjahr unterstützt hat. Für das nächste Jahr hofft die Gleichstellungsbeauftragte, wieder gemeinsam mit vielen Kamener Bürgerinnen und Bürgern ein Zeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen setzen zu können. Und dazu beizutragen, das Schweigen zu brechen.

Autor:

Diana Ranke aus Arnsberg-Neheim

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