Assistenzhunde lösten Staunen und Raunen aus!

Vlnr.: Maria Büschl-Schumacher mit Assistenzhund "Teddy", Wolfgang Schasse, Dagmar Tennhoff mit Assistenzhund "Spot".
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„Teddy“ hob heruntergefallene Geldstücke und Spielkarten vom Boden auf, gab sie zurück und half anschließend seiner Teamkollegin dabei, den Reißverschluss ihrer Jacke zu öffnen.

Eine ganz normale Geschichte? Keineswegs, wenn man weiß, dass „Teddy“ kein Mensch ist, sondern ein Hund und seine Teamkollegin Maria Büschl-Schumacher eine durch das Medikament „Contergan“ vor über 50 Jahren körperlich schwer geschädigte Frau ohne Arme ist und im Rollstuhl sitzt!

Das Staunen und Raunen des Publikums über Teddys unglaubliche Leistungen hatte der „Contergan-Stammtisch Soest/Bad Sassendorf“ beim Treffen am letzten Samstag im Haus Rasche in Bad Sassendorf ausgelöst. Der Leiter dieser Selbsthilfegruppe, der selbst Contergangeschädigte Wolfgang Schasse, hatte die Assistenzhundetrainerin Dagmar Tennhoff vom Verein „Assistenzhunde e. V.“ in Nordkirchen im Münsterland zum Vortrag „Assistenzhunde und ihre Ausbildung“ ins beschauliche Bad Sassendorf eingeladen. Dagmar Tennhoff hatte nicht nur eine sehr interessante und informative Präsentation im Gepäck, sondern wurde von den Assistenzhunden „Teddy“ und „Spot“ begleitet. So konnten die zahlreich erschienenen Contergangeschädigten, deren Begleiter und Freunde sich nicht nur darüber informieren, wie Assistenzhunde ausgebildet werden und worauf es ankommt, sondern sich anschließend gleich ein Bild darüber machen, welch großer Segen der treue Freund des Menschen für Behinderte sein kann.

So konnten „Teddy“ und „Spot“ es kaum abwarten, dem Publikum ihr Können zu demonstrieren. Maria Büschl-Schumacher ließ zum Beispiel ein Geldstück und eine Spielkarte auf den Fußboden fallen und schon raste Teddy los, um das Geldstück und die Karte mit unglaublichem Geschick aufzuklauben und seinem „Frauchen“ zurückzugeben. Für einen Menschen mit Händen schon manchmal sehr schwierig zu bewerkstelligen, stellte diese Aktion für Teddy kein Problem dar. Auch seinem Frauchen - in der Assistenzhunde-Fachsprache spricht man bei einem behinderten Menschen und seinem Assistenzhund von einem „Team“ - mal eben vorsichtig die Socken auszuziehen, den Reißverschluss der Jacke zu öffnen, die Schirmmütze abzunehmen und dazu noch alles fein säuberlich in einen Tragekorb zu legen und diesen noch zu tragen … Teddy machte seinen „Job“ vortrefflich mit Freude.

So erfuhren die Anwesenden, wie lebenserleichternd ein gut und fachmännisch ausgebildeter Assistenzhund für Menschen mit Behinderung sein kann und so mancher aus dem Teilnehmerkreis des Contergan-Stammtisches steckte sich das Kärtchen mit den Kontaktdaten des Assistenzhunde-Vereins ein.

Weitere Infos zu Assistenzhunden und der Trainerin Dagmar Tennhoff: www.assistenzhunde-verein.de

Autor:

Georg Palmüller aus Kamen

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