Promis plaudern über "Schnee von gestern"

Rodeln auf dem Galgenberg - ein Bild aus den 70ern. Foto: Stadtarchiv
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  • Rodeln auf dem Galgenberg - ein Bild aus den 70ern. Foto: Stadtarchiv
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Zurzeit versinkt ganz Deutschland unter einer dicken Schneedecke. Was für Berufspendler eine Unannehmlichkeit ist, ist für andere ein Traum in weiß – und war früher einmal ganz normal.
Denn dicke Schneeschichten waren in früheren Zeiten stets an der „Jahresordnung“ und kein Ausnahmezustand.
Was heutzutage für lange Gesichter sorgt, kam dem Nachwuchs damals gerade recht, um sich auf dem Schlitten oder bei der Schneeballschlacht auszutoben. So wie beispielsweise Hanno Peppmeier, Sprecher der Stadt Kamen. „Wir Kinder aus der Lüner Straße sind Anfang der 60er Jahre immer mit dem Schlitten die Töddinghauser Straße hinunter gebrettert“, erinnert er sich.
Dabei habe man - heute unvorstellbar - die B61 schlicht gekreuzt. Falls Gegenverkehr, meist in Form von landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Pferdegespannen - auftauchte, „rettete“ man sich mit einem beherzten Rutsch in den Straßengraben, wo man dann komplett im Schnee versank. „Und das mit einem Heidenspaß“, lacht Peppmeier.
Ähnliches erlebte Schriftsteller und Lehrer Heinrich Peuckmann, der seine Kindheit in der teilweise noch zerstörten Kamener Innenstadt der Nachkriegszeit erlebte. „In den teils eisigen Wintern zu Beginn der 50er Jahre sind wir auf Eisplatten bäuchlings die Bombenkrater hinuntergerutscht“, erzählt Peuckmann. Das war in der ehemaligen Rott-Straße, die mittlerweile Adenauerstraße heißt und in der er aufwuchs. Jetzt, wo so viel Schnee liege, kämen diese Erinnerungen wieder hoch, sagt der bekannte Kamener Literat. Mit seinen eigenen Kindern ging er später immer zum Rodeln auf den Galgenberg - dort gibt’s zwar keine Bombenkrater, aber jede Menge Platz und abschüssiges Gelände.
Auch Bergkamens Bürgermeister Roland Schäfer schwelgt gern in winterlichen Erinnerungen an seine Kindheit und Jugend. Die fand zwar nicht in Bergkamen, sondern bei Lemgo statt, aber auch - und gerade - dort, streckenweise bei reichlich Schnee. Oft ging es damals zum Rodeln in den Teutoburger Wald.
Mit seinen Kindern, neun und elf Jahre alt, ging Roland Schäfer im letzten Jahr noch auf dem Galgenberg oder auf der Lüner Höhe Schlitten fahren. Schnee kannten die beiden vorher schon, aus dem Skiurlaub, in den die Schäfers seit sieben Jahren regelmäßig fahren und in dem die Kinder auch Ski-Trainerstunden nehmen.

Rodeln auf dem Galgenberg - ein Bild aus den 70ern. Foto: Stadtarchiv
Auf dem Rodelberg in Methler. Foto: Volkmer
Autor:

Anja Jungvogel aus Unna

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