Volkspark in Alt-Marl soll Klimapark werden
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Stadt Marl
Volkspark: Marl.de - hochgeladen von Siegfried Schönfeld
Das Landschaftsarchitekturbüro Plancontext aus Berlin wird unter der Leitidee „Vom Volkspark zum Klimapark“ die Erneuerung des historischen Volksparks in Alt-Marl umsetzen. Plancontext hatte beim landschaftsarchitektonischen Wettbewerb den zweiten Preis erhalten, kommt nun aber doch zum Zuge, weil mit dem erstplatzierten Büro kein Vertragsabschluss erreicht werden konnte.
Erneuerung wertet Stadtteil auf
„Für uns ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit“, freute sich der geschäftsführende Gesellschafter Christian Loderer über den Zuschlag. Mit seinem Team will er unterschiedliche Funktionen und Ansprüche wie Naturerlebnis, Erholung und sportliche Aktivitäten überein bringen. „Durch diese Erneuerung wird zudem der gesamte Stadtteil Alt-Marl aufgewertet“, ist sich Markus Schaffrath, Leiter des Amtes für Stadtplanung und integrierte Quartiersentwicklung, sicher.
Areal dient dem Naturschutz
Dabei soll der Volkspark zu einem Klimapark werden, ohne dass gesunde Bäume gefällt werden müssen. Und dank der geplanten Gehölzentwicklung hin zu einem Klimawald werde das Areal dem Naturschutz dienen. Dabei helfen auch weniger versiegelte Flächen und Wege, die dennoch allesamt barrierefrei sind. Der Teich wird ökologisch saniert, die Wiese des ehemaligen Volksparkstadion stärker mit einbezogen und nutzbarer gemacht. In dem Zusammenhang werden auch Tribünen und Erdwälle entfernt, die Fläche zum Wasser hin geöffnet
Ideen der Bürger finden Einklang
Das Konzept geht aber über den Park hinaus und bezieht die Ideen der Bürgerbeteiligung mit ein. Diese reichen von der Anbindung des Kirchplatzes St. Georg und des Grünzuges Weierbach über einen Museumsgarten rund ums jetzige Heimatmuseum bis hin zum Kulturpark zwischen Ophoffstraße und Freibad, das ebenfalls näher ins Geschehen rückt. Darüber hinaus sollen eine Schatten und eine Sonnenpromenade zum Flanieren einladen, während diverse Sitzstufen am See der Entspannung dienen.
Vielfaltsgärten sind in Planung
Kinder kommen auf einem interaktiven Naturlehrpfad in den Baumwipfeln und einem Kletterspielplatz auf ihre Kosten. Als Lernort konzipiert, dienen Naturmaterialien und Pflanzen als Spielinhalt. Apropos Spielen. Auf der anderen Seite des Parks sind Vielfaltsgärten (öffentliche Nasch-, Kräuter- und Küchengärten) geplant, zu denen auch ein Lerngarten für die Overbergschule zählen könnte. Darüber hinaus bleibt der Lebensraum Wald als anpassungsfähiger Mischwald erhalten, Arten- und Biotopschutz haben Priorität.
Community:Siegfried Schönfeld aus Marl |

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