Umweltausschuss der Stadt Marl beschloss eine Begehung im Volkspark
- Foto: BI Volkspark
- hochgeladen von Siegfried Schönfeld
Die Empörung über das Fällen von Bäumen im Volkspark ist weiterhin groß. Auch die Politiker im Umweltausschuss der Stadt wollen jetzt sich vor Ort informieren lassen.
Die Diskussionsgrundlage war ein
Antrag von Frau Golz, der angenommen wurde.
Umweltschützer meinen:
Dieser alte Wald ist in seinem naturnahen, jetzigen Zustand sowohl ein wichtiger Kohlenstoffspeicher im Stadtgebiet als auch (durch die Beschattung durch Altbäume und das hohe Wasserhaltepotential) klimawandelresilienter als eine Neupflanzung. Das beste, was die Stadtverwaltung machen könnte, wäre, den Wald im jetzigen Zustand zu schuetzen und punktuell nachzupflanzen. Ausserdem sollten Totholzbestaende im Sinne des Biotopschutz und der Kohlenstoffspeicherung geschuetzt werden.
Der Antrag im Umweltausschuss
Die Verwaltung führt kurzfristig, vor den Baumfällungen, eine Begehung des Volksparksfür die Mitglieder des SPA und des Umweltausschusses mit einem Sachverständigen durch.
Begründung:
Die geplanten Maßnahmen sind in hohem Maße erklärungsbedürftig gegenüber der Politik
und insbesondere gegenüber der Bevölkerung. Ein Markieren von Bäumen ohne entsprechende Erklärung führt - wie man sieht - zu Unverständnis und Protest in der Bürgerschaft.
Die Maßnahmen mögen gerechtfertigt oder notwendig sein, werden aber von der Bevölkerung ohne nachvollziehbare Kommunikation nicht akzeptiert. Es ist die Aufgabe der Politik, notwendige Maßnahmen der Verwaltung gegenüber den Bürgern zu erklären und
ebenso deren Bedenken aufzunehmen und der Verwaltung zu spiegeln. Dazu ist eine genaue Information der politischen Vertreter*innen vor Ort notwendig.
Community:Siegfried Schönfeld aus Marl |

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