Flossbachs Querpass, die Fußball-Kolumne
Glückauf, Schalke - FC Bayern München ist gewarnt

Trainer Holger Flossbach ist bekennender Schalke-Fan. Im Stadtspiegel und auf Lokalkompass kommentiert er auf humorvolle Weise das Fußball-Geschehen.
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Was für ein furioser Start in die Bundesliga-Rückrunde. Favre ließ den Haaland los und der holte den BVB aus dem Eis. Frei nach der Augsburger Puppenkisten-Tradition. Schalke und Gladbach begeistern beim 2:0 der Knappen mit tollem Fußball und Klasse-Support. Leverkusen startet in Paderborn von Null auf Hundert und siegt hoch. Köln klüngelt sich zum Sieg und befreit sich aus den Fängen des Abstiegsgespensts.

Die Bayern machten auf sich aufmerksam und siegten in Berlin leicht und locker 4:0. Ob die fehlende Lizenz von „Späzzle One“-Klinsi für die Niederlage ausschlaggebend war, kann ich nicht sagen, aber die Voralpenjodler brauchten eine ganze Stunde, um die Berliner Mauer zu Fall zu bringen. Mit Bär und Maus verteidigten die Berliner, doch das Müllersche 1:0 war der Durchbruch für ein verdientes 4:0 der Gäste.

Was ist im Fußball schon realistisch

Damit rufen die Süddeutschen wieder zur Aufholjagd auf. Schon am kommenden Samstag, im Topspiel gegen Schalke, wird es eine Treibjagd. Denn die Blauen sind laufstark und sehr diszipliniert. Da keimt, nach dem tollen 2:0 gegen starke Fohlen, schon ein wenig (Überraschungs-) Hoffnung auf.
Realistisch liegen Welten zwischen Schalke und Bayern, aber was ist im Fußball schon realistisch? Gregoritsch wurde in Augsburg aussortiert, um AufSchalke durchzustarten. Diesen Typ „Obersteiger“ brauchten die Knappen und werden in der Rückrunde noch Freude am gebürtigen Grazer haben.
Ich muss zugeben, dass ich begeistert nach dem Gladbach-Spiel nach Hause gegangen bin. Ich kann mich nicht erinnern, dass ich in den letzten dreieinhalb Jahren so ein gutes Match in Blau gesehen habe. Unter „Tabasco“ Tedesco wurde der Ball freiwillig zum Gegner gespielt und bei Weinzierl gab es Pleiten, Pech und Pannen. Pannen werden bei Wagner im Kollektiv ausgebügelt. Klasse-Team-Leistung! Das macht Spaß! Daraus resultiert auch die unrealistische Hoffnung auf dem Weg auf der A3-Punkte in Richtung München. Glückauf!

Favre lässt den Löwen los

Diese Geschichten schreibt nur der Sport, insbesondere der Fußballsport: Da blamiert sich der Topfavorit bei den Marionetten aus Augsburg und dann lässt Lucien den Löwen los. „Lord Schmetter-Haaland“ wurde in der 56. Minute eingewechselt, um nur 156 Sekunden später das 3:2 zu machen. Kaum aufm Platz, macht er Rabatz. Am 3:3 ist er beteiligt und die Tore 4 und 5 macht er wieder selbst. Unglaublicher Einstand und sicherlich der Mann des Spieltages.
Da konnten die Augsburger Schmidtchen Schleicher nur leise vom Platz schleichen. So dilettantisch wie sie sich bei einer 3:1-Führung angestellt haben, dass erinnert an „Don Blech und die wilde ELF.“ Der BVB mischt wieder mit und wird sich gegen den 1. FC Köln etablieren.

Geißböcke vor schweren Aufgaben

Die Kölner Geißen gewannen zwar gegen zahnlose Wolfsburger, hatten aber den „Nubbel“ in der Tasche. Das ist den Kölnern egal, die drei Punkte tun gut, denn die nächsten sechs Aufgaben haben es in sich. Nach Dortmund kommt Freiburg, dann zum Derby nach Gladbach, anschließend kommen die Jodler, danach geht es nach Berlin und dann kommen die Knappen. Da hängen die Narrenkappen tief im Gesicht und lassen eine Vorschau unmöglich werden.
Zwei Gesichter zeigten die Leverkusener in Paderborn. In der ersten Halbzeit war es eine klare Angelegenheit. Doch der Schlaftrunk, den die WerksElf in der Halbzeit zu sich genommen hatte, wirkte sofort. Denn die Ostwestfalen kamen zum 1:3 und hatten mehrmals das 2:3 auf den Ledernocken. Erst als sie nicht trafen und die Wirkung nachließ, trafen die Bayer-Bosze und siegten am Ende souverän. Damit halten sie den Anschluss an die Spitzengruppe.

Friedhelm muss funkeln

Sonntag geht es gegen Düsseldorf. Die kommen frustriert den Rhein hochgeschippert und wollen rheinabwärts was mitnehmen. Das ist ein klassisches Rhein-Derby mit Spannung im Strudel. Denn die Funkel-Elf steht auf einem Abstiegsplatz. Es läuft einfach nicht. Gegen Bremen war es ein vermeidbares 0:1. Doch vermeidbar oder verdient, steht in der Tabelle nicht. Friedhelm muss funkeln, um nicht aussichtslos abzurutschen.
Dann waren da noch die Gladbach Fohlen, die gegen die Mainzer Narrenkappen ranmüssen. Da muss die Rose-Elf blühen, um weiter im Konzert eine Geige zu spielen und der Paderborn Fehlerteufel muss zur Freiburg Streicher-Elf. Auch hier wird es sehr schwer für den Tabellenletzten. Allerdings sind sie zum Punkten verdammt, wenn man noch eine kleine Chance auf Liga 1 haben will.
Auf jeden Fall stand die Woche unter dem Motto: „Gut gebrüllt, Erling!“
Und ich fahre jaulend jodelnd und hoffentlich brüllend nach München, um Lederhosen anzuziehen.
Ihr Holger Flossbach

Autor:

Lokalkompass Marl aus Marl

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