Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1
"Tatort: Internet"

Mit einem Shitstorm im Internet ist es wie mit einer kilometerlangen Autoschlange auf der Bahn: Man ist zwar selbst ein Teil des Ganzen, jedoch solch ein kleiner, dass man die Ausmaße gar nicht erkennen kann. Aber die Summe - egal, ob die der Kommentare oder Autos - die ist gewaltig.

Der Titel "Treibjagd" des "Tatort" am vergangenen Sonntag war eindeutig doppeldeutig. Die Verfolgung (Treibjagd) einer verletzten Einbrecherin stand vordergründig im Mittelpunkt.
Die "Hetze" (Treibjagd) im Internet fand ich jedoch viel spannender. Wie Kommentare sich gegenseitig hochpuschen. Wie mit Falschinformationen bewusst Stimmung erzeugt wird. Und vor allem: Wie unvoreingenommen - man könnte auch sagen "leichtgläubig" oder "dumm" - solche Fakenews dann von Normalbürgern weiter im Netz verbreitet werden. Der "Schneeball" rollt - wird größer und schneller und ist durch nichts mehr zu stoppen.

Über diese, seine eigene, Rolle im Internet muss sich jeder, der dort postet, kommentiert oder etwas teilt, im Klaren sein.
Denn - seien wir mal ehrlich: Soziales Verhalten ist gerade auf Social Media ganz und gar nicht selbstverständlich.

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