Rollatorcheck in Mendener Innenstadt
Sicherheit auf "sechs Beinen"

Edeltraud Schmidt (re.)  ließ sich von Isabel Fröhlich die Vorzüge eines regelmäßigen Rollatorchecks erläutern.
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  • Edeltraud Schmidt (re.) ließ sich von Isabel Fröhlich die Vorzüge eines regelmäßigen Rollatorchecks erläutern.
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Wie im letzten Jahr auch werden die Kommunen im Märkischen Kreis das Thema "Nachhaltige Mobilität" mit verschieden Aktionen noch bis zum 22. September in Szene setzen. Unter anderem fand heute in der Mendener Fußgängerzone ein Rollatorcheck statt. 

„Was geht am Morgen auf vier Füßen, am Mittag auf zweien und am Abend auf dreien?“ Dieses Rätsel, welches Ödipus in der Sage lösen musste, muss mittlerweile lauten: "...und am Abend auf sechs?" Die Lösung des Rätsels bleibt allerdings dieselbe: der Mensch, welcher zum Beginn des Lebens auf allen vieren krabbelt dann aufrecht auf zwei Beinen geht und im Alter - mittlerweile den Rollator anstatt den Stock nutzt. Damit dieser für viele Senioren ein sicheres Hilfsmittel ist, dafür aber auch einige Vorraussetzungen erfüllt sein müssen, standen heute Beamte von der Polizei NRW zusammen mit dem Inhaber eines heimischen Sanitätshauses in der Mendener Fußgängerzone. Isabel Fröhlich und Andreas Filthaut von der VUP-O (Verkehrsunfallprävention-Opferschutz) "bremsten" im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche Senioren mit ihren Rollatoren auf dem Weg zum Markt aus. "Möchten Sie wissen, ob ihr Rollator sicher ist? Möchten Sie ihn einmal durchchecken lassen?" lauteten die Fragen, die viele gleich ihr Wägelchen in Richtung Dipl.-Ing. Peter Maywald lenken ließen. Auch Edeltraud Schmidt wollte sicher gehen. Auf die Frage des Fachmannes vom Sanitätshaus, ob denn ihre Bremsen funktionieren würden, kam ein promptes "Ja sicher". Ein Griff am Bremshebel und der Wagen fuhr weiter..."Na, die muss aber etwas nachgezogen werden", lautete denn sogleich das fachmännische Urteil und der Schraubenschlüssel wurde gezückt. "Ach deshalb rollt der immer weg", wunderte sich die Seniorin. Peter Maywald erläutert weiter, dass es auch Sinn mache, eine Einweisung zur richtigen Nutzung bei einem Fachmann zu machen - dann würden Bordsteine und Löcher im Straßenbelag nicht so schnell zur Stolperfalle werden.

Interesse war groß

Um auch weitere Beschwerlichkeiten auszuschließen, würde ebenfalls die korrekte Einstellung auf den Körper (Größe) Sinn machen. Es gäbe aber auch Krankheiten, bei denen dem Patienten eher abgeraten würde, sich ein solches Hilfsmittel im Straßenverkehr zuzulegen. Fröhlich und Filthaut indes haben schon die nächsten beiden Senioren bei sich stehen. Das Interesse ist da, der nächste Rollator ist sogar ein "Luxusmodell": ein aufklappbarer Regenschirm ragt am Gestänge empor. Der nächste ist "getunt": am rechten Griff ist eine Klingel befestigt, am anderen eine kleine Lampe - alles nachträglich angebracht. Bei vielen Wägelchen muss der Fachmann Schrauben nachziehen, gerade bei den Bremsen. Das könne man bei ihm jederzeit machen lassen, auch Hausbesuche seien möglich. "Oder gehen Sie zu Ihrem Händler wo Sie den Rollator gekauft haben" - "Ja, wo bin ich denn gewesen?" fragt sich die nächste Seniorin stirnrunzelnd. Eigentlich, so der Fachmann, sollte so ein Rollatorcheck regelmäßig erfolgen. Doch das Augenmerk der Polizisten liegt nicht nur auf den Gefährten. "Bitte denken Sie an helle, für andere Verkehrsteilnehmer sichtbare Kleidung, oder nehmen Sie hier einen Reflektor mit!" Mit einem leichten Klaps auf den Arm wickelt sich das stabile, gut sichtbare Stück um den Arm oder um das Bein. Oder man klebt einen Reflektor an den Wagen. "Die Reflektoren sind nicht jedermanns Sache", so Andreas Filthaut, aber sie sind schon akzeptierter als vor einigen Jahren. Derweil fahren die Senioren weiter mit ihren nun intakten Bremsen, Einkäufe vom Markt besorgen. Denn dafür seien diese Hilfsmittel auch optimal.

Autor:

Karolin Rath-Afting aus Menden (Sauerland)

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