Stadtspiegel-Kolumne von Seite 1: "Gerüchte verhindern"

Es waren schwere Stunden in Menden, die zum Glück glimpflich ausgegangen sind.

Schlimm waren aber die Fake-Nachrichten auf Socialmedia über den vermeintlichen Amoklauf am Hönne-Berufskolleg. Mein persönlicher (negativer) Spitzenreiter: (Möchtegern-) Enthüllungs-Videos, in denen der "Reporter" unbelehrbar von Toten sprach.
Leidtragende dieser bewusst oder dummgläubig falschen Spekulationen: Eltern und Freunde der Schüler, für die jede dieser "Informationen" ein Schlag in die Magengrube war.

Fazit: Die Ereignisse haben wieder gezeigt, dass Socialmedia ein zweischneidiges Ding ist. Einerseits kann das Internet der Polizei helfen, Täter zu fassen. Andererseits schürt die Gerüchteküche Ängste und streut Fehlinfos, die munter geteilt werden.

Dadurch kam mir die Idee, dass die Öffentlichkeitsarbeit der Polizei den heutigen Anforderungen des "Netzes" angepasst werden könnte. Natürlich mit offizieller Absegnung von "ganz oben". Dann könnten zum Beispiel in Gruppen, wie "Du bist Mendener" oder "Wir sind Menden", zeitnah Tausende von Bürgern mit offiziellen Infos versorgt werden.
"Geht nicht", winkte die Presseabteilung der Dortmunder Polizei ab, die auf Twitter setzt. Einerseits dürften die Beamten aus Neutralitätsgründen beruflich nicht Mitglied in Facebook-Gruppen werden, andererseits könnten sie aus Zeitgründen die Menge der Posts dort gar nicht verfolgen.

Schade, denn den Admins, das hatte der Stadtspiegel recherchiert, wäre die Polizei willkommen gewesen!

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