Monheim am Rhein: Kinderschutzkonzepte im Fokus

Simone Feldmann (r.), Bereichsleiterin für Kinder, Jugend und Familie, sowie Gerlinde Knisel-Scheuring, Abteilungsleiterin für Frühkindliche Bildung, begrüßten Referent Friedhelm Güthoff im Bürgerhaus.
  • Simone Feldmann (r.), Bereichsleiterin für Kinder, Jugend und Familie, sowie Gerlinde Knisel-Scheuring, Abteilungsleiterin für Frühkindliche Bildung, begrüßten Referent Friedhelm Güthoff im Bürgerhaus.
  • Foto: Jürgen Meyer
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Nahezu 1.700 Kinder werden derzeit in Monheimer Kindertageseinrichtungen (Kita) betreut. Mehr als 330 von ihnen sind jünger als drei Jahre. Die Träger der Kitas haben das Wohl der Kinder zu gewährleisten. Hier bieten Kinderschutzkonzepte Orientierung und Unterstützung. Um gemeinsam mit den Verantwortlichen eine noch besser abgestimmte Herangehensweise zu entwickeln, organisierte das Jugendamt nun einen Fachtag im Baumberger Bürgerhaus. Es gilt, Vernachlässigung sowie Machtmissbrauch in der Familie und im Einrichtungsumfeld zu verhindern.

Simone Feldmann, im Rathaus Bereichsleiterin für Kinder, Jugend und Familie, konnte Trägervertretungen, Fachberatung, Kitaleitungen und weitere Fachkräfte aus den Einrichtungen und dem städtischen Jugendamt zu einer ganztägigen Veranstaltung begrüßen. Sie betonte in ihrer Einführung, dass bereits im Frühjahr alle Träger von Kitas in Monheim eine Kooperationsvereinbarung mit dem Jugendamt zur Sicherstellung des gesetzlich geforderten Schutzauftrags abgeschlossen hätten. Einen maßgeblichen Bestandteil dieser Vereinbarung stellt die Einführung einrichtungsspezifischer Kinderschutzkonzepte dar. Damit wird nicht nur die Einsichtnahme in das polizeiliche Führungszeugnis für alle in den Einrichtungen tätigen Personen geregelt. Es wird viel umfänglicher auf eine Risikoanalyse, eine Kultur des achtsamen Umgangs, Information und Transparenz Wert gelegt.

Qualitätssiegel als Auszeichnung

Sind die grundlegenden Bausteine berücksichtigt und das Kinderschutzkonzept in der Einrichtung eingepflegt, so wird laut Simone Feldmann Bürgermeister Daniel Zimmermann diese im Sinne des Präventiven Kinderschutzes wertvolle Arbeit mit dem Qualitätssiegel der Hauptstadt für Kinder "Gemeinsam Aktiv - für Rechte von Kindern und Jugendlichen" auszeichnen.

Güthoff nennt bisherige Bemühungen in Monheim als beispielhaft

Für den Fachtag im Bürgerhaus konnte mit Friedhelm Güthoff, unter anderem bis Herbst 2016 mehr als 20 Jahre Geschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes in NRW und seit 2006 Geschäftsführer der Auxilium-Gesellschaft zur Förderung sozialer Kreativität/Bildungsakademie BiS, ein Experte als Referent und Moderator gewonnen werden. Er nannte die bisherigen Bemühungen in Monheim als beispielhaft für den Kindeschutz. Güthoff hatte sich bereits im Vorfeld des Fachtags mit Trägervertretungen, Kitaleitung und auch einer Kinderschutzfachkraft zu Gesprächen verabredet. Dabei konnte das für die Kitas gut entwickelte und leicht erreichbare Netzwerk exemplarisch für eine auch trägerübergreifende Zusammenarbeit im Kinderschutz aufgezeigt werden.

Erforderliche Schritte zur Verleihung des Qualitätssiegels

Güthoff stellte dann mit einem ausführlichen Vortrag im Bürgerhaus zunächst Grundlagen zur Entwicklung eines ganzheitlichen Kinderschutzkonzeptes vor. Im zweiten Teil des Fachtags konnten die Teilnehmenden im Rahmen eines Zukunftsdialogs unterschiedliche Perspektiven einnehmen. Dabei wurde die Sicht der Kinder und der Eltern besonders berücksichtigt. Abschließend moderierte Güthoff einen Ausblick auf erforderliche Schritte zur Verleihung des Qualitätssiegels.

Geinsame Grundlage zur Entwicklung der Kinderschutzkonzepte

Für Gerlinde Knisel-Scheuring, Abteilungsleitung der Frühkindlichen Bildung im Jugendamt, ist das Fazit des Tages durchweg positiv: "Es gibt nun eine gemeinsame Grundlage zur Entwicklung der jeweiligen Kinderschutzkonzepte. Das werden wir fachlich weiter unterstützen." Darüber hinaus werde bereits Anfang 2018 in den zuständigen Gremien wie der Trägerrunde und der Kitaleitungsrunde diese Entwicklung weiter gemeinsam abgestimmt. Über die städtische Fachstelle Präventiver Kinderschutz können die Teams in den Einrichtungen für die anstehenden Entwicklungen bei Jürgen Meyer ebenfalls fachliche Begleitung und Beratung anfragen.
Die Hauptstadt für Kinder setzt somit im Zusammenwirken einer trägerübergreifenden Verantwortungsgemeinschaft ihre kontinuierliche Qualitätsentwicklung im Kinderschutz fort.

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