Monheim: Zehnjähriger bei nächtlicher Autofahrt gegen eine Mauer gefahren

Weil der zehnjährige Junge nicht schlafen konnte, fuhr er mit dem Firmenwagen seines Vater los.

Heute, Donnerstag, 28. Dezember, bemerkte eine Streifenwagenbesatzung der Polizei, auf dem Heerweg einen verdächtigen Kleinlastwagen, der in Richtung Verresberger Straße fuhr und deutlich erkennbar beschleunigte, als der Streifenwagen in Sicht kam. Der weiße Fiat Ducato bog zügig nach links in die Verresberger Straße und an deren Ende nach rechts in die Humboldtstraße ab. Dabei geriet der Transporter zunächst aus dem Sichtbereich der Polizeibeamten, welche die Verfolgung aufnahmen.

Beim Abbiegen in die Humboldtstraße verlor der Ducato-Fahrer die Kontrolle über den Fiat. Der Transporter kam nach rechts von der Fahrbahn ab, prallte frontal gegen eine Mauer und kam schwer beschädigt zum Stillstand. Der nur wenige Augenblick später eintreffende Streifenwagen traf am Steuer des Fahrzeugs den angeschnallten und deshalb unverletzt gebliebenen Unfallfahrer an. Die Airbags des Fahrzeugs hatten nicht ausgelöst.

Zehnjähriger am Steuer

Beim Fahrer des Fiat Ducatos handelte es sich um einen zehnjährigen Jungen aus. Dieser gestand, dass er den Firmenwagen ohne das Wissen seines Vaters gefahren hatte. Da er selber nicht schlafen konnte, hatte er zu Hause unbemerkt die Fahrzeugschlüssel an sich genommen, die elterliche Wohnung verlassen und mit dem Ducato erst wenige Minuten zuvor die nächtliche Spritztour begonnen. Als er dabei den Polizeiwagen sah, habe er Angst bekommen und sei schnell davongefahren, um den Ducato möglichst unbemerkt wieder nach Hause zu fahren und abzustellen. Beim Abbiegen in die Humboldtstraße sei er dann aber wohl zu schnell gewesen.

Wohlbehalten nach Hause gebracht

Die Polizei brachte den Jungen nach Hause, wo man den schlafenden Vater antraf, weckte und diesen bei der Übergabe seines Kindes über die vorangegangenen Ereignisse informierte. Der Mann veranlasste daraufhin sofort eigenständig den Abtransport Ducatos vom Unfallort durch ein Abschleppunternehmen.

Schaden von zirka 6.000 Euro

Der entstandene Gesamtsachschaden am Fiat Ducato und an der zum Teil eingestürzten Gartenmauer beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 6.000 Euro. Die Polizei leitete ein Strafverfahren ein und führte eine Unfallaufnahme durch. Parallel dazu wird weiterhin ermittelt, ob die Spritztour möglicherweise noch weitere Schäden zur Folge hatte. Denn noch in der gleichen Nacht wurde eine Unfallflucht auf dem Holzweg entdeckt, bei der an einem geparkten PKW Citroen Jumpy der linke Außenspiegel angefahren und stark beschädigt worden war.

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