Offizielle Auszeichnung erneuert
Monheim bleibt Fairtrade-Stadt

Bürgermeister Daniel Zimmermann und die Fairtrade-Beauftragte Annika Patz freuen sich gemeinsam über die erneute Auszeichnung als Fairtrade-Stadt.
Foto: Birte Hauke
  • Bürgermeister Daniel Zimmermann und die Fairtrade-Beauftragte Annika Patz freuen sich gemeinsam über die erneute Auszeichnung als Fairtrade-Stadt.
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Monheim setzt sich auf vielfältige Weise für den fairen Handel ein. Bereits seit 2014 ist die Stadt daher offiziell ausgezeichnete Fairtrade-Stadt. Der Verein Fairtrade Deutschland verleiht den Titel an Städte, die sich besonders engagieren. Alle zwei Jahre wird überprüft, ob alle Kriterien weiterhin erfüllt sind – Monheim hat die Überprüfung jetzt zum dritten Mal bestanden.

Seit der letzten Neuauszeichnung hat sich Monheim als Fairtrade-Stadt noch einmal weiterentwickelt: Die Stadtverwaltung und Engagierte aus Schulen, Vereinen, Kirchen, Einzelhandel und Gastronomie beweisen immer wieder, dass der Faire Handel einen hohen Stellenwert hat. „Ich freue mich, dass der Einsatz hier in der Stadt so vielfältig ist und das Interesse weiter wächst“, sagt die städtische Fairtrade-Beauftragte Annika Patz. „In den vergangen zwei Jahren haben wir mit verschiedenen Aktiven, wie etwa der Fairtrade-AG des Otto-Hahn-Gymnasiums oder dem Mehrgenerationenhaus im Eki-Haus, spannende Veranstaltungen organisiert. Highlights waren dabei sicherlich die Besuche der Produzenten aus Lateinamerika, die uns aus erster Hand berichtet haben, wie Fairtrade ihr Leben verändert. Umso schöner ist es, dass sich hier vor Ort in unterschiedlichen Bereichen Akteure für den fairen Handel einsetzen.“

Wirtschaftspreis

Die Weltladen-Gruppe der Evangelischen Kirche engagiert sich bereits seit vielen Jahren und war auf zahlreichen Festen mit einer großen Auswahl fair gehandelter Produkte vertreten. Das Otto-Hahn-Gymnasium ist Fairtrade-Schule und erhielt 2019 für seine kreativen Aktionen sogar den Wirtschaftspreis Monheimer Merkur. Und auch Einzelhändler sowie Gastronomiebetriebe tragen den Gedanken mit und haben immer mehr fair gehandelte Ware im Angebot. Viele nahmen zudem die faire Schokolade „Harmonie“ in ihr Sortiment auf, die die Stadtverwaltung im eigenen Design gestalten ließ.

„Den Titel nehmen wir sehr ernst“, so Annika Patz. „Als Stadtverwaltung gehen wir mit gutem Beispiel voran und setzen, wo immer es möglich ist, auf fair gehandelte Produkte.“ So wird bei allen öffentlichen Sitzungen im Rathaus, im Vorstandsbüro und auch an den Automaten in den Beschäftigtenküchen nur fairer Kaffee getrunken. Im Herbst folgten die städtischen Beschäftigten zudem dem Aufruf von Fairtrade Deutschland und bildeten einen Teil der längsten fairen Kaffeetafel der Welt. „Besonders wichtig ist uns, den Gedanken des Fairen Handels auch nach außen zu tragen“, erklärt Patz weiter. „Unsere Süßigkeiten, die zum Beispiel an Infoständen verteilt werden, sind selbstverständlich fair gehandelt. Am Weltfrauentag verschenkt die städtische Gleichstellungsbeauftragte faire Rosen als Zeichen für Frauenrechte weltweit. Und unser Teamshirt für sportliche Herausforderungen wurde ebenfalls unter fairen Bedingungen hergestellt.“ Künftig können sich Neubürger über mit Infomaterial gefüllte, fair gehandelte Taschen im Stadtdesign freuen.

Botschafter Karneval

Wichtigster Botschafter bleibt jedoch der Karneval: Bereits zum dritten Mal stattete die Stadtverwaltung alle Zugteilnehmenden der drei Karnevalsumzüge mit fairer Kamelle aus. Vereine und Gruppen zogen nach und bestellten auch aus ihrem eigenen Budget fair gehandeltes Wurfmaterial.
Die Stadtverwaltung plant gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern die „Interkulturellen Fairen Wochen“ im Herbst. Sie beteiligt sich dabei gleichzeitig an zwei bundesweiten Aktionszeiträumen – der Interkulturellen Woche und der Fairen Woche. Unter dem Motto „Nachhaltig zusammen leben“ wollen verschiedene Einrichtungen, Vereine und Organisationen die Frage nach einem guten, vielfältigen und nachhaltigen Miteinander in der Stadt und auf der Welt in ihre Veranstaltungen einbeziehen. Stattfinden sollen die Interkulturellen Fairen Wochen vom 19. September bis zum 4. Oktober. Das Programm wird noch bekannt gegeben.

Autor:

Bea Poliwoda aus Monheim am Rhein

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