Spielekompass 2019: Rätselhafte Gewinne
Unlock! und Sherlock: Escape Rooms in der Kartenspielvariante

Die Hinweise auf den Karten richtig deuten müssen die Hobby-Detektive beim lösen der Sherlock-Rätsel.
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  • Die Hinweise auf den Karten richtig deuten müssen die Hobby-Detektive beim lösen der Sherlock-Rätsel.
  • Foto: Abacus Spiele
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Escape Rooms erfreuen sich seit einigen Jahren großer Beliebtheit. Schon früh sind die Spieleverlage auf diesen Trend aufgesprungen und haben die Rätsel für Gruppen als Brett- oder Kartenspielvarianten aufgelegt. Jedes Jahr kommen neue Themenausgaben auf den Markt, was wichtig ist, denn ein solches Rätsel kann nur einmal gelöst werden.

Von Andrea Rosenthal

Wir haben zwei dieser Rätselserien genauer unter die Lupe genommen: Abacus-Spiele hat seine Rätselreihe „Sherlock“ genannt, nach dem bekannten britischen Detektiv. „Unlock!“ von Space-Cowboy erinnert schon vom Titel an die Verwandschaft zu den Escape Rooms. In beiden Fällen handelt es sich um Kartenspiele. Man kann sie zwar auch nur einmal lösen, aber da das Spielmaterial weder zerschnippelt noch bemalt wird, lassen sich die Rätsel im Freundeskreis beliebig weitergeben. Fair bei Preisen von 7 bis 15 Euro für ein Einzelszenario, das einem eine Stunde Spielspaß verspricht.

Rätseln wie Sherlock

Die Sherlock-Reihe von Abacus eignet sich für einen bis acht Spieler ab zwölf Jahre. Ihr schlüpft in die Rolle von Detektiven und versucht einen Fall zu lösen. Nach einer kurzen Einleitung geht es los. Einfachen Regeln folgend, müsst ihr Hinweise analysieren, Theorien diskutieren und eure deduktiven Fähigkeiten unter Beweis stellen, um das Geheimnis zu lüften. Eine Stunde Zeit bleibt den Spielern hierzu. Die Fallkarte 01 wird offen auf den Tisch gelegt. Abhängig von der Spielerzahl werden die Handkarten verteilt, auf denen sich jeweils Hinweise finden, die die Gruppe (als Solospieler ist es schwerer) miteinander zu deuten versucht.

Das Spiel verläuft im Uhrzeigersinn. Die Spieler sind nacheinander an der Reihe, bis alle Karten ausgelegt oder abgeworfen wurden. Wer an die Reihe kommt, führt genau eine der folgenden Aktionen aus: a) Information auslegen: Wähle eine Karte von deiner Hand und lege sie offen auf dem Tisch aus, sodass jeder alle Informationen darauf sehen kann. Am besten liest du den Text auf dieser Karte laut vor. b) Information abwerfen: Wähle eine Karte von deiner Hand und lege sie verdeckt auf den Ablagestapel. Du darfst über diesen Hinweis nicht mehr sprechen, bis alle Karten gespielt wurden. Dabei gilt es aufzupassen, denn wenn Informationen offen ausgespielt werden, die für die Lösung des Falles irrelevant sind, gibt es in der Schlusswertung Punktabzüge.

Wurden alle Karten ausgelegt oder abgeworfen, prüft man noch einmal alle Informationen, die auf dem Tisch ausliegen und stellt gemeinsam eine Theorie auf, was passiert sein könnte. In dieser Phase darf man auch über die Hinweise auf den Karten, die abgeworfen wurden, sprechen – sofern man sich daran erinnert. Wenn gemeinsam eine Lösung für den Fall gefunden wurde, öffnet man den Fragebogen und beantwortet die Fragen. Die Antworten werden mit der beiliegenden Lösung verglichen. Jede richtige Antwort bringt zwei Punkte. Für jede irrelevante Karte, die ausgelegt wurde, muss man einen Punkt abziehen, um das Endergebnis zu bestimmen.

Im Test hat uns „Sherlock“ viel Spaß gemacht, es wurde wild gerätselt und immer neue Theorien erdacht. Dass wir am Ende weit weg von der Lösung waren, tat dem Spaß keinen Abbruch. Für 7 Euro echt empfehlenswert!

Entkommt dem Wrack der Nautilus

Space Cowboys bleibt mit der Unlock!-Reihe deutlich näher am Vorbild der Escape Rooms. Wir testeten „Das Wrack der Nautilus“ ein Szenario der mittleren Schwierigkeitsstufe, das für einen bis sechs Spieler an zehn Jahre geeignet ist. Das Einzelszenario kostet im Handel etwa 15 Euro. Es enthält eine Anleitung, ein Tutorial mit zehn Karten, die den Spielmechanismus verdeutlichen und 60 Abenteuerkarten. Um Unlock! spielen zu können, wird eine kostenlose App benötigt, die nach dem Download im Offline-Modus funktioniert.

Der Spielstart gestaltete sich etwas schwieriger als bei Sherlock. Denn während man bei dem Krimirätsel jederzeit Karten abwerfen und Hinweise ausspielen kann, gilt es bei Unlock! durch richtiges Kombinieren zunächst die passenden Hinweiskarten zu finden. Es gibt Objektkarten (beispielsweise Türen und Schlüssel), Modifikationen, Codes und Maschinen. Außerdem kann man sich auch noch Strafen einhandeln, wenn man die falsche Karte zieht. Genau wie im Escape Room kann es passieren, das man den richtigen Hinweis einfach nicht sieht. Dann stockt das Spiel. Um den Spaß zu erhalten haben die Retter von asmodee, die die Unlock!-Reihe in Deutschland vertreiben, auf ihrer Internetseite für jedes Szenario auch die Lösung bereitgestellt. Uns hat im Test ein kleiner Hinweis wieder auf die richtige Spur gebracht, so dass wir doch noch gemeinsam dem „Wrack der Nautilus“ entkommen sind. Die vorgegebene Zeit von einer Stunde haben wir allerdings weit überschritten.

Im direkten Vergleich war der Spielspaß bei der Sherlock-Reihe größer, weil man immer etwas ausspielen kann und erst beim Vergleich der Theorie mit der Lösung merkt wie falsch man lag. Dafür ist der Spannungsfaktor der Unlock!-Reihe deutlich größer, da einem die Uhr (durch die App immer präsent) im Nacken sitzt. Auch der Spielmechanismus, der sehr viele unterschiedliche Kombinationsgaben benötigt, hat uns letztlich überzeugt. Unser Tipp: Unbedingt vor dem Spielstart die Lösung bei asmodee ausdrucken und als Tippgeber zunächst unbesehen zur Seite legen! Denn wer zu lange nicht voran kommt, verliert den Spaß am Spiel.

Jetzt gewinnen

asmodee und Abacus-Spiele haben uns wieder Exemplare der Rätselreihen zu Verfügung gestellt. Wer bis einschließlich Sonntag, 22. Dezember, die jeweilige Gewinnspielfrage richtig beantwortet, kommt in den Lostopf. Die Teilnahme erfolgt über den Button.

Wer schrieb die Romane über Sherlock Holmes?
Von wem werden die deutschen Ausgaben von Unlock! vertrieben?
Die Hinweise auf den Karten richtig deuten müssen die Hobby-Detektive beim lösen der Sherlock-Rätsel.
Nur wer die richtigen Hinweise unter den 60 Abenteuerkarten findet, entkommt dem Wrack der Nautilus. Doch schnell, denn die Zeit in der zugehörigen App läuft gnadenlos ab!
Autor:

Andrea Rosenthal aus Mülheim an der Ruhr

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