Friedhofsentwicklungskonzept
Bürgerinitiative macht weiter und hofft auf viele Anregungen

Neue Anregungen wünschen sich (v.l.) Erich Lehmkühler, Christian Braxmaier, Dr. Dietrich Rohde, Susanne Braxmaier und Melanie Wolters.
  • Neue Anregungen wünschen sich (v.l.) Erich Lehmkühler, Christian Braxmaier, Dr. Dietrich Rohde, Susanne Braxmaier und Melanie Wolters.
  • Foto: Foto: PR-Fotografie Köhring
  • hochgeladen von Marcus Lemke

Von RuhrText

Eigentlich hat die Mülheimer Bürgerinitiative „Friedhof statt Streithof“ ihr Ziel im vergangenen Sommer erreicht. In den Außenbereichen der Friedhöfe dürfen auf Familiengräbern Angehörige weiterhin bestattet werden. Damit war das Friedhofsentwicklungskonzept der Stadt in einem ganz entscheidenden Punkt geändert worden. Doch die Bürgerinitiative möchte sich und damit auch jeden interessierten Mülheimer an der Gestaltung der Friedhöfe gern auch in Zukunft beteiligen.

Die Interessengemeinschaft (IG) hat nach anfänglichen Schwierigkeiten in der Diskussion mit der Verwaltung festgestellt, dass sie Einfluss auf die zukünftige Gestaltung der Mülheimer Friedhöfe nehmen kann. Andererseits scheint auch die Stadt nicht abgeneigt zu sein, sich die Meinung der IG einzuholen. Die Bürgerinitiative gründete einen Arbeitskreis, der sich nun weiterhin mit dem Thema beschäftigt. Dieser hat bereits einen Flyer entwickelt und drucken lassen, in dem er die Mülheimer Bürger aufruft, sich an der Weiterentwicklung der städtischen Friedhöfe zu beteiligen. „Machen Sie mit Neue Ideen gesucht!“ — so ist es auf dem Flyer zu lesen. „Wir versuchen auch durch diesen Flyer, möglichst viele Mülheimer zu erreichen. Das Thema ist nicht so schön, aber es betrifft ja letztendlich jeden. Unsere Aufgabe wird sein, die Ideen zu sammeln und zu bündeln sowie diese dann aufbereitet der Politik und der Verwaltung näherzubringen. Dabei wollen wir gemeinsam in eine Richtung marschieren. Wir betrachten uns dabei nicht als Gegner, sondern wollen das Projekt, das schließlich über Jahre und Jahrzehnte gehen wird, auf ein breiteres Fundament stellen. Die Stadtverwaltung sollte auch ein Interesse daran haben, dass die Bürger das Konzept mittragen“, erklärt Dr. Dietrich Rohde, Sprecher der Interessengemeinschaft „Friedhof statt Streithof“. Dr. Rohde weiter: „Zwar ist uns gesagt worden, dass die konzeptionelle Entwicklung der acht städtischen Friedhöfe eine Aufgabe der Verwaltung sei, aber es gibt ein Signal, dass wir ernsthaft an diesem Prozess beteiligt werden. Von der Verwaltung erarbeitete Konzepte sollen uns - und nicht der Politik - künftig als erstes vorgelegt werden.“

"Baumwatch" beteiligt sich

Einen interessanten Partner hat sich die Interessengemeinschaft „an Land gezogen“. Die Mülheimer Initiative Baumwatch will sich gern an der Erstellung des Friedhofskonzeptes beteiligen. „Erholungsorte werden für die Menschen immer bedeutsamer. In meiner Kindheit war ich oft auf Friedhöfen. Nach einem Treffen mit Herrn Dr. Rohde auf dem Hauptfriedhof habe ich mich abends direkt hingesetzt, Brainstorming gemacht und ein Konzept erstellt.“

Etwa die Hälfte der vorhandenen Fläche auf den städtischen Friedhöfen, also etwa 50 Hektar, soll in Zukunft wegfallen. Die Bürgerinitiative will die Grünflächen erhalten und für Erholungssuchende als Naturraum und Park weiterentwickeln. Dabei möchte sie aus einer Vielzahl von Ideen schöpfen. Alle Mülheimer sind nun aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Der Flyer wird privat verteilt und an vielen Stellen in Mülheim ausgelegt. Der direkte Kotakt zur Interessengemeinschaft geht am besten per Mail an rohded@web.de.

Autor:

Marcus Lemke aus Mülheim an der Ruhr

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