Schwalben schützen vor Brand und Blitz.

Karl-Heinz Hartmann vom NABU überreicht die Plakette an Horst Manja.
Foto: NABU, Andrea Schwenke
  • Karl-Heinz Hartmann vom NABU überreicht die Plakette an Horst Manja.
    Foto: NABU, Andrea Schwenke
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Nach altem Volksglauben schützen Schwalben das Haus vor Brand und Blitzeinschlag und bewahren das Vieh vor Krankheiten. Kein Wunder also, dass der Naturschutzbund (NABU) Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr das Projekt „Das schwalbenfreundliche Haus“ fortgeführt hat. Hausbesitzer konnten sich für eine Plakette bewerben und wurden dabei vom NABU Moers/Neukirchen-Vluyn unterstützt.
So auch Horst Manja, der Pferde in einer Offenstallhaltung hält und damit unter anderem Rauchschwalben die Möglichkeit bietet, im Stall Nester zu bauen. Er beobachtet die Rauschschwalben nun schon seit zehn Jahren und freut sich über den diesjährigen Bruterfolg. Vier Nester befinden sich im Stall, von denen in diesem Jahr zwei belegt waren. Die beiden Schwalbenpaare haben erfolgreich zwei Bruten aufziehen können. „Das letzte Jahr war noch besser. Da haben drei Brutpaare 20 Jungvögel aufgezogen“, soManja.
Der NABU NRW hat dieses Projekt ins Leben gerufen, um auf die problematische Situation der Schwalben aufmerksam zu machen und Menschen zu motivieren, sich für Schwalben einzusetzen. Das geht schon mit einfachen Mitteln: „Lassen wir doch einfach zu, dass die Mehlschwalben außen an den Fassaden nisten und gewähren wir den Rauchschwalben Zugang zu Ställen, Carports oder Schuppen“, so Manja. „Für das Problem der verschmutzten Wände gibt es eine simple Lösung: Ein einfaches Kotbrett unterhalb des Nestes fängt den Schwalbendreck auf. Das Sauberkeitsempfinden ist also keine Ausrede mehr.“ Es können Kunstnester angeboten werden oder etwa zwölf mal zwölf Zentimeter große Bretter als Unterlage für Nester der Rauchschwalbe. Eine Ersatzmaßnahme für fehlendes Baumaterial wäre schon eine ein Quadratmeter große Folie. Täglich mit einer Gießkanne benässt, wäre so schon Nistmaterial für die Schwalben vorhanden.
Die Nester der kleinen Koloniebrüter sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz geschützt und dürfen grundsätzlich nicht beschädigt oder abgeschlagen werden. Auch der Zugang zu bestehenden und genutzten Nestern darf nicht versperrt werden.
Laut der kürzlich veröffentlichten neuen Roten Liste der Brutvögel Nordrhein-Westfalens gilt die Mehlschwalbe als gefährdet. Das gilt für die Rauchschwalbe schon länger. Die dritte in NRW heimische Schwalbenart, die Uferschwalbe, steht auf der Vorwarnliste. Bevor die Schwalben im Frühjahr zurückkehren, gibt es also einiges zu tun.

Autor:

Marjana Križnik aus Düsseldorf

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