Lokalkompass-Serie Foto-Tipps vom Profi (4): Faustregeln für die Landschaftsfotografie

Gute Fotos sind keine Glückssache: Hier gibt es die Profi-Tipps aus dem Oberhausener yourlook Fotostudio. Fotos: yourlook Studio Auburg
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  • Gute Fotos sind keine Glückssache: Hier gibt es die Profi-Tipps aus dem Oberhausener yourlook Fotostudio. Fotos: yourlook Studio Auburg
  • hochgeladen von Selvi Völker

In dieser Serie gibt Profi-Fotografin Selvi Völker vom yourlook Fotostudio Oberhausen in Zusammenarbeit mit dem Lokalkompass-Community-Management ihre Foto-Tipps weiter. Heute: Faustregeln für die Landschaftsfotografie.

Ein atemberaubendes Wolkenspiel am Firmament, ein romantischer Sonnenuntergang am Meer oder ein strahlendes Rapsfeld - die Natur hat visuell einiges zu bieten! Es geschieht nicht selten, dass wir begeistert vor einer einzigartigen Kulisse stehen.

Wir zücken die Kamera und stellen zu Hause fest, dass das Bild nicht halb so toll aussieht, wie wir es in Erinnerung haben. Damit das gemachte Foto dem gerecht wird, was wir mit eigenen Augen gesehen haben, hier ein paar Tipps.

1. Bildaufteilung: es kommt auf die Landschaft an

Eine Faustregel für Landschaftsfotografie ist die „ein-Drittel-zwei-Drittel-Regel“. Das bedeutet, dass das Bild aus einem Drittel Land und zwei Drittel Himmel bestehen soll. Dieser Aufbau ist sehr klassisch und daher dem betrachtenden Auge bereits bekannt. Sich an diese Regel zu halten ist grundsätzlich nicht verkehrt, jedoch kommt es auch auf die Landschaft an, die abgelichtet werden soll. Befinden wir uns beispielsweise auf dem Gipfel der Rocky Mountains und zu unseren Füßen erstrecken sich zahlreiche wunderschöne Schluchten, die von Nebel durchzogen sind, wäre es eine Schande, zwei Drittel des Bildes dem im Vergleich langweiligen Himmel zu opfern.

2. Horizont: was den harmonischen Gesamteindruck stört

Ein Bild von einem Sonnenuntergang am Meer, der Himmel ist in den schönsten Farben eingefärbt, das Meer ist ruhig und glitzert im Schein der Sonne. Aber irgendetwas stimmt nicht und stört den harmonischen Gesamteindruck. Nur was? Meist ist es der Horizont, der nicht ganz waagerecht aufgenommen wurde. Das kann passieren, wenn wir von der wunderschönen Abendsonne geblendet werden oder schlicht und einfach nicht darauf geachtet haben, die Kamera gerade zu halten. Das ist kein schlimmes Vergehen, jedoch erweckt es oft den Eindruck, als würde das Bild in eine Richtung kippen. Unsere Aufmerksamkeit muss also unbedingt auch dem Horizont gelten. Ein kleiner Tipp: Ein Stativ verhindert schräge Horizonte, da keine Wackelgefahr besteht und die meisten Stative eingebaute Wasserwaagen besitzen, die uns helfen, ein gerades Bild aufzunehmen.

3. Tiefe: unterschiedlich weit entfernte Punkte wählen

Landschaftsaufnahmen wirken oft nicht so schön, wie wir sie in Erinnerung haben, weil ihnen die optische Tiefe fehlt. Sprich: Das Gefühl von Weite fehlt und das Bild wirkt platt. Es hilft, wenn man sich bewusst ein paar unterschiedlich weit entfernte Punkte aussucht, die auf dem Bild zu sehen sein sollen. In der weiten Ferne erstreckt sich somit beispielsweise ein kleiner Wald, weiter vorne grasen Schafe auf einer Wiese und unmittelbar vor unserer Linse hängen ein paar Äste eines Baumes herunter. Wählen wir den Bildausschnitt so, dass von allen Eigenschaften etwas auf dem Bild zu sehen ist, erzeugen wir damit eine optische Tiefe, die uns regelrecht in das Bild hineinzieht.

Viele weitere Tipps und Tricks für Fotofreunde: Fototipps vom Profi

Autor:

Selvi Völker aus Oberhausen

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