Herausragende Arbeit für Ratingen
Rolf Steuwe geht in den Ruhestand

Bürgermeister Klaus Pesch übergibt Rolf Steuwe zum Abschied einen Erinnerungsband mit einschlägigen Zeitungsartikeln aus 18 Jahren Dienstzeit bei der Stadt Ratingen.
  • Bürgermeister Klaus Pesch übergibt Rolf Steuwe zum Abschied einen Erinnerungsband mit einschlägigen Zeitungsartikeln aus 18 Jahren Dienstzeit bei der Stadt Ratingen.
  • Foto: Stadt Ratingen
  • hochgeladen von Petra Zellhofer-Trausch

Nach 18 Jahren im Verwaltungsvorstand ist der Erste Beigeordnete der Stadt Ratingen, Rolf Steuwe, seit dem 31. März nun im Ruhestand. Seinen letzten Arbeitstag hatte er schon am 23. März. Nach der Etatverabschiedung durch den Rat der Stadt trat er seine letzten Urlaubstage an. Bürgermeister Klaus Pesch dankte am Ende der Sitzung Rolf Steuwe herzlich für dessen herausragende Arbeit. Nun überreichte er ihm offiziell seine Entlassungsurkunde und einen Erinnerungsband mit einschlägigen Zeitungsbeiträgen aus 18 Jahren. Der stellvertretende Verwaltungschef genießt parteiübergreifend und verwaltungsintern große Anerkennung.

Rolf Steuwe ist studierter Lehrer. Vor seiner Wahl zum Beigeordneten der Stadt Ratingen am 3. April 2003 war er beim Philologenverband NRW, dem gewerkschaftlichen Berufsverband der Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufe II, tätig. Da lag es auf der Hand, dass er in Ratingen die Zuständigkeit über die städtische Schulverwaltung übernahm. Weiterhin gehörten zu Beginn das Jugendamt, das Sozialamt und das Kulturamt zu seinem Dezernat. Die Verantwortung für die Schulen und das Jugendamt behielt er ununterbrochen bis zum Schluss, das Sozialamt bis 2018. Bereits 2006 übernahm er die Zuständigkeit über den Sportbereich und gab dafür die Kultur ab. Bedingt durch organisatorische Neuordnungen sowie Vertretungssituationen zeichnete Rolf Steuwe mindestens interimistisch für weitere Verwaltungsbereiche verantwortlich. Zuletzt gehörten zu seinem Dezernat: das Schulverwaltungs- und Sportamt, das Jugendamt, die Feuerwehr sowie das Amt für Personalwesen und Informationstechnologie.

Seit 2014 Erster Beigeordneter 
2014, nach der Wahl von Klaus Pesch zum Bürgermeister, wählte der Rat der Stadt Rolf Steuwe zum Ersten Beigeordneten und damit zum Amtsvertreter des Bürgermeisters, dessen wichtigste Stütze er jedoch nicht nur formal war. „Dank seiner vielfältigen fachlichen Kompetenz, seiner Erfahrung und seiner vorbildlichen Dienstauffassung konnte ich mich auf Rolf Steuwe und seinen Rat stets hundertprozentig verlassen“, sagt Bürgermeister Klaus Pesch.

Viele Herausforderungen in 18 Jahren
Während seiner 18 Jahre im Verwaltungsvorstand mangelte es nicht an Herausforderungen. Ganz allgemein hat sich der Bildungs- und Betreuungsbereich extrem gewandelt. Als Rolf Steuwe in Ratingen anfing, war das „Krippenangebot“, wie das damals noch hieß, so unterentwickelt, dass man sagen kann: Eine U-3-Betreuung gab es de facto nicht. Heute gibt es einen Rechtsanspruch darauf, und die Nachfrage ist so groß, dass Ratingen in seiner Kita-Planung auf eine Abdeckung von 80 Prozent zusteuert. Zig Kindergärten wurden in diesen Jahren gebaut, einige müssen noch gebaut werden. Ähnlich die Entwicklung im Schulbereich. Bei seinem Amtsantritt gab die damalige Landesregierung gerade den Startschuss für den offenen Ganztag – mit sehr bescheidenen Quoten. Heute ist eine Grundschule ohne Ogata nicht mehr denkbar. Auch sonst war die Schullandschaft während dieser Jahre ständig in Bewegung: Schließungen, Umstrukturierungen, Neubauten, Digitalisierung und und und.

Unermüdlich als Krisenmanager
Eine ganz und gar außergewöhnliche Zeit war das Jahr 2015 mit dem Zuzug Tausender Flüchtlinge, die schnell untergebracht werden mussten – oftmals buchstäblich über Nacht. Dass Ratingen diese Situation damals hervorragend meisterte, war ganz maßgeblich dem Chefkrisenmanager Rolf Steuwe zu verdanken. Ruhig, sachlich und unermüdlich moderierte er alle sich abzeichnenden Konflikte weg.

Sein letztes Jahr geprägt von der Pandemie
Nicht einmal ein ruhiges Ende seiner Dienstzeit blieb ihm vergönnt. Sein letztes Jahr bei der Stadt Ratingen war maximal durch die Corona-Pandemie geprägt, und Rolf Steuwe als Leiter des Stabes für außergewöhnliche Ereignisse bei der Stadt Ratingen wieder mittendrin. Unter anderem wegen der Krise hatte er seinen Ruhestand schon einmal um sechs Monate aufgeschoben, nun ist aber endgültig Schluss. Wie es seine Art ist, übergibt er seine Zuständigkeitsbereiche bestens geordnet an seine jeweiligen Nachfolger.

Autor:

Lokalkompass Ratingen aus Ratingen

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