Neues Relief in der Ciyt
Jonges machen die Stadt Ratingen begreifbar

Bei einer ersten "Tastprobe" (v.l.): Guido Multhaupt (Jonges), Werner Kabacinski (Stadt Ratingen), Künstler Egbert Broerken und Jonges-Baas Edgar Dullni.
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  • Bei einer ersten "Tastprobe" (v.l.): Guido Multhaupt (Jonges), Werner Kabacinski (Stadt Ratingen), Künstler Egbert Broerken und Jonges-Baas Edgar Dullni.
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Die Stadt begreifbar machen - das ist das Ziel des neuesten Projektes der Ratinger Jonges. Der Heimatverein ließ in der City vor der Commerzbank ein bronzenes Stadtrelief aufstellen. Es soll künftig dazu dienen, dass (nicht nur) Blinde und Sehbehinderte unsere Stadt ertasten können.

Als das Kunstwerk am Donnerstag, 2. Dezember 2021,  aufgestellt wurde, herrschte trübes, nasskaltes Wetter. Trotzdem ließen es sich einige Passanten nicht nehmen, das Relief gleich in Augenschein zu nehmen. Die Resonanz war überwiegend positiv. Aber: Was hätte die neue Errungenschaft für die Ratinger City erst bei Sonnenschein für Furore gesorgt!

In einem Punkt war das schlechte Wetter aber kein Problem: Corona-bedingt konnte der Heimatverein keine Einweihung oder gar Enthüllung feiern. Baas Edgar Dullni und Vizebaas Guido Multhaupt wollten das Relief am Donnerstag vor allem der Presse vorstellen. Dabei durfte der Künstler Edgar Broerken, der das Modell geschaffen hat, natürlich nicht fehlen.

Stadt Ratingen und Jonges gemeinsam

Ebenfalls mit dabei: Werner Kabacinski, Abteilungsleiter Technischer Service bei den Kommunalen Diensten der Stadt Ratingen. Das Relief ist nämlich quasi ein "Joint Venture" zwischen den Jonges und der Stadt Ratingen: Es wurde finanziert mit Mitteln des Heimatvereins und einem Beitrag aus dem Verfügungsfonds für die Aufwertung der Ratinger City.

Und das ist ja auch das Ziel der Ratinger Jonges: Die Stadt aufzuwerten, etwa durch die Stiftung von Skulpturen wie dem Verkeshirdendenkmal und dem neuen Relief, oder durch die Restaurierung historischer Stätten wie der Hauser Kapelle oder dem Portikus auf dem Ehrenfriedhof.

Der Bildhauer Egbert Broerken, der das neue Projekt realisiert hat, lebt und arbeitet in einem kleinen Renaissance-Wasserschloss in der Nähe von Soest in Westfalen. Trotzdem betrat er bei den Arbeiten für das Stadtrelief kein Neuland: Von Broerken stammt bereits das Bronze-Modell des Ratinger Rathauses, das auf dem Vorplatz des Verwaltungssitzes steht.

Der Bildhauer begann vor rund 20 Jahren mit der Fertigung bronzener Blinden-Stadtmodelle, angeregt durch die Rotary Clubs von Münster. Mit Schülern und Lehrern der Westfälischen Blindenschule in Soest entwickelte Egbert Broerken die optimale Tastbarkeit der Modelle und mit der Bronzegießerei ein spezielles Verfahren für die filigranen Erläuterungen in Blindenschrift. Die Stadtmodelle entstehen im Wachsausschmelz-Verfahren, einer alten handwerklichen Kunst, die Detailtreue und Unverwüstlichkeit der bronzenen Reliefs garantiert.

240 Stadtmodelle geschaffen

Wie der Bildhauer nicht ohne Stolz berichtet, hat er mittlerweile 240 solcher Stadtmodelle geschaffen. In Ratingen kommt er sogar der Zukunft zuvor: Die "Wallhöfe" sind auf dem Relief bereits vollendet. Und sollte auf dem Platz zwischen Turmstraße und Kirchgasse, auf dem derzeit geparkt wird, doch noch ein neues Gebäude entstehen, stellt das für Egbert Broerken ebenfalls kein Problem dar - seine Modelle können mit entsprechenden Ergänzungen versehen werden.

Bei einer ersten "Tastprobe" (v.l.): Guido Multhaupt (Jonges), Werner Kabacinski (Stadt Ratingen), Künstler Egbert Broerken und Jonges-Baas Edgar Dullni.
Die Straßennamen sind auch in der Blindenschrift Braille eingraviert.
Autor:

Martin Poche aus Düsseldorf

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