Caritas nimmt Abschied von Schwester Michaela

In Rees und Umgebung ist die Ordensschwester Michaela nicht nur bekannt, sondern auch sehr beliebt. Seit vielen Jahren lebt sie am Niederrhein im Haus Aspel. Ebenso lange war sie bei der Mobilen Pflege der Caritas beschäftigt. Zwischenzeitlich hatte sie sogar die Position der stellevertretenden Pflegedienstleitung übernommen. Selbst nach ihrem Renteneintritt blieb sie dem Pflegeteam als Beraterin erhalten. Nicht nur bei den Patienten, sondern auch bei ihren Kolleginnen und Kollegen genießt sie den höchsten Respekt. Mit ihrer Hilfsbereitschaft war sie stets eine große Stütze. Alle, die sie gut kannten, wussten jedoch, dass sie sich nicht über den Tisch ziehen lässt.

Nun war die Zeit des Abschiednehmens gekommen. Dies sollte gebührend gefeiert werden, gleichwohl Schwester Michaela nicht gerne im Mittelpunkt steht. So lockten sie die Pflegekräfte ins Café „Zum Froschkönig“ – nicht ahnend, was da auf sie zukam. Viele aktive als auch ehemalige Pflegekräfte versammelten sich dort, um sich von Schwester Michaela zu verabschieden. Diese Überraschung war gelungen, denn die Ordensschwester konnte gar nicht glauben, was um sie geschah, als Pflegedienstleiter Marcus Brüntink eine sehr persönliche Laudatio für sie hielt. Darin dankte er der Ordensschwester für die vielen Jahre der Wegbegleitung und hob hervor, dass Schwester Michaela ungeachtet ihres Glaubens, Alters und ihrer Anschauung Menschen für sich gewinnen konnte, wie er es bei keinem anderen Menschen zuvor erlebt habe. „Wenn man nur ansatzweise die Verdienste von Schwester Michaela aufzählen würde, wäre dies so, als würde man Eulen nach Athen tragen“, sagte Brüntink weiter. Je länger die Anwesenden den Worten Brüntinks folgten, umso deutlicher wurde, wie schwer es ihnen fallen würde, sich von der sympathischen Ordensschwester zu verabschieden.

Auf Veranlassung ihres Ordens wird Schwester Michaela für vielfältige Aufgaben vor Ort benötigt, sodass sie das Arbeitsverhältnis zu ihren Kolleginnen und Kollegen und letztlich zur Caritas nicht aus eigenen Stücken aufgab. „Wir verabschieden uns von Herzen bei einer starken Frau mit unbeschreiblicher Persönlichkeit, die wir sehr vermissen werden“, sagten die Pflegekräfte, bevor sie den Nachmittag nutzten, die mit ihr verbrachte Zeit noch einmal Revue passieren zu lassen.

Autor:

Verena Rohde aus Kleve

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