Bürgerinitiative informierte über geplante Erweiterung des Salzabbaus
Erneute Informationsveranstaltung in Borth - wie schon in Birten - restlos überlaufen!

Bereits um 19:00 Uhr war der Saal voll
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  • Bereits um 19:00 Uhr war der Saal voll
  • Foto: Foto: Bürgeriniative der Salzbergbaugeschädigten NRW e.V.
  • hochgeladen von Torsten Schäfer

Bürgerinitiative nimmt die Kommunen in die Pflicht!

Die Bürgerinitiative der Salzbergbaugeschädigten informierte am vergangenen Montag in der Gaststätte zur Post über die Erweiterungspläne der K+S Minerals and Agriculture GmbH.
Aufgrund der behördlichen Auflagen, die es für Veranstaltungen dieser Art gibt, musste der Saal bereits 30 Minuten vor Beginn der Veranstaltung und Erreichen von 200 Teilnehmern geschlossen werden.
Mehrere hundert interessierte Bürger mussten am Montag, den 27. Januar unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten.

Die Bürgerinitiative nimmt daher nun die Kommunen in die Pflicht. Weitere Informationsveranstaltungen in größeren Räumlichkeiten in den Städten Rheinberg und Xanten, sowie der Gemeinde Alpen sind dringend erforderlich. Bezüglich der Organisation dieser weiteren Veranstaltungen wurden die Kommunen bereits heute schriftlich kontaktiert.
Sobald diese Termine feststehen, werden diese auf der Homepage und in den Zeitungen veröffentlicht.

Was plant die K+S Minerals and Agriculture GmbH?

Zusätzlich zum bereits bestehenden und verlängerten Rahmenbetriebsplan (vgl. orange Felder auf der u.a. Karte), soll der Salzabbau in zwei weiteren Abbaugebieten fortgeführt werden. Zum einen die Südwestflanke mit 2744 Hektar , zum anderen das Südost-Feld mit 2062 Hektar.
Sämtliche nachfolgend gezeigten Karten sind auf dem Ratsinformationssystem der Stadt Xanten einsehbar.
(Link: Ratsinformationssystem der Stadt Xanten)

Welche Auswirkungen können entstehen?

Der Salzabbau wird zu prognostizierten und großflächigen Senkungen führen, die auf der folgenden Karte näher dargestellt sind.
Die Karte zeigt alle prognostizierten Senkungen der neuen Abbaugebietes inklusive des Gebiets des Altbergbaus.
In den existierenden Gebieten in Büderich, Ginderich, Menzelen, Borth und Wallach sind die Auswirkungen bereits deutlich zu erkennen.
Wir unterscheiden dabei die folgenden Schäden und Probleme:
A) Schäden an Gebäuden und privaten Eigentum,
B) Schäden an der Infrastruktur (Straßen, Kanäle, Deiche),
C) Senkungen von Grundstücken und landwirtschaftlichen Flächen,
D) Einwirkungen auf den Wasserhaushalt, sowie
E) die Gefährdung durch Hochwasserereignisse.

Was passiert, wenn ein Schaden am Gebäude entstanden ist - was muss ich unternehmen?

Die Schäden an Gebäuden sind vielseitig und reichen von Rissen im Mauerwerk bis hin zu Schieflagen des Hauses.
Da der Salzabbau bis zum Jahre 2002 von der Solvay und anschließend von der Esco durchgeführt wurde, ist zunächst zu klären, in welchem Verantwortungsbereich sich Ihr betroffenes Objekt befindet.
Da die Schadensaufnahme und Bewertung durch den möglichen Verursacher erfolgt ist eine neutrale Beurteilung nicht gegeben. Aus diesem Grunde fordert die Bürgerinitiative weiterhin, den Beitritt der Bergbauunternehmen zur Schlichtungsstelle Bergschaden NRW.

René Schneider (MDL, SPD) forderte auf der Veranstaltung, den Beitritt in die Schlichtungsstelle als Nebenbestimmung im aktuell beantragten Rahmenbetriebsplan verbindlich zu machen.

Ergebnisse der Jahreshauptversammlung

Auf der sich anschließenden Jahreshauptversammlung wurden einige Posten innerhalb der Bürgerinitiative neu besetzt.
Im Amt des 1. Vorsitzenden wurde Torsten Schäfer für weitere 2 Jahre wiedergewählt. Das Amt des Schriftführers konnte bisher nicht besetzt werden. Die Versammlung hat dem Vorstand allerdings freie Hand gewährt, diese Position nachträglich zu besetzen.
Als neue Beiräte wurden Karl-Heinz Kamps, Wallach und Dr. iur. Ehrhardt E. Liebrecht, Birten gewählt. Die Bürgerinitiative bedankt sich beim ausscheidenden Beirat Michael Brinkhoff recht herzlich für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren.

Bürgerinitiative lädt zur Mitarbeit ein - Erster Termin am 6. Februar

Um die Kräfte zu bündeln und möglichst viele Ideen und Ansätze im Zusammenhang mit dem Planfeststellungsverfahren zu erhalten, lädt die Bürgerinitiative alle interessierten und engagierten Bürger ein, mitzuarbeiten.
Ein erster Termin ist der Donnerstag, 6. Februar 2020 ab 19:30 Uhr in der alten Dorfschule in Ginderich.

Weitere Informationen zur geplanten Erweiterung auf unserer Homepage unter https://salzbergbaugeschaedigte.de.
Dort können Sie auch kostenlos Mitglied werden!

Autor:

Torsten Schäfer aus Wesel

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