Frauen mit Migrationshintergrund den richtigen Weg weisen bei häuslichen Problemen

Von links: Christel Hofschröer, Julia Robert, Isabell Diehl, Petra Bedow und Ulrike Janz präsentieren den neuen Wegweiser für Frauen. Foto: Jarych
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Er ist knallgrün, 20 Seiten stark, handlich, quadratisch und beinhaltet jede Menge Informationen zu Anlauf- und Beratungsstellen, die besonders zugewanderte Frauen unterstützen – sei es, um sich hier als Neubürgerin zurecht zu finden, um Kontakte zu knüpfen, oder sich aus schwierigen Gedacht ist der Wegweiser gleichermaßen für „Profis“ in medizinischen, beratenden und sozialen Berufen, die gute Adressen für ihre Klientinnen suchen, als auch für Multiplikatorinnen mit guten Kontakten in unterschiedliche Kulturkreise und ratsuchende Frauen selber.
Elektronisch ist er über die Gleichstellungsbeauftragten und die Homepages der Städte runterzuladen. Als handliche Druckversion liegt er in den Rathäusern für Interessierte aus, die nicht im Internet unterwegs sind. Zusammengestellt haben ihn Fachfrauen und Männer des kreisweiten Forums „Migration und häusliche Gewalt“ – einem Arbeitskreis des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt im EN-Kreis.
„Wir wollen, dass unsere Angebote auch ankommen“, beschreiben die Autorinnen ihre Motivation für die Informations- und Mutmachbroschüre. „Viele Bürgerinnen, die nicht hier aufgewachsen sind, wissen nicht, wie unsere Hilfesysteme funktionieren, wo sie Hilfe bekommen, wen sie ansprechen können. Wir setzen deshalb Fachkräfte und Multiplikatorinnen, die in ihrem beruflichen Alltag mit zugewanderten Frauen zu tun haben und Türen zu Fachstellen und Beratungseinrichtungen öffnen können. Dies können beispielsweise Arztpraxen und Lehrkräfte in Integrationskursen sein, aber auch engagierte Mütter in interkulturellen Müttercafes. Gleichzeitig verknüpfen wir erstmals das Wissen und die Kontakte der Einrichtungen, die die Lebenssituation gewaltbedrohter und zugewanderter Frauen im Blick haben“, beschreiben Isabell Diehl vom Weißen Ring, Julia Robert vom AWO-Jugendmigrationsdienst, Ulrike Janz von der Frauenberatung.EN und Christel Hofschröer von der Stadt Gevelsberg ihr Anliegen.
So beschreibt der Beratungsführer im ersten Teil den Weg, den Frauen gehen können, wenn sie Zuhause Gewalt und Demütigung erleben. Er nennt Anlaufstellen und Vertrauenspersonen, die Frauen beraten, begleiten und schützen, wie die Frauenberatung, das Frauenhaus, die Polizei, den Weißen Ring und Pro Familia.
Im zweiten Teil lotst der Beratungsführer zu Einrichtungen, die Deutsch als Fremdsprache vermitteln. Er nennt Beratungsstellen, die helfen, sozial und beruflich Fuß zu fassen. Er gibt Beispiele für gute Kontakte in Stadtteiltreffs und Müttercafes, beschreibt, wann Gleichstellungsbeauftragte und Integrationsbeauftragte, Integrationsräte und Migrantenselbstorganisationen eine gute Adresse sind.
„Wir wissen, dass zugewanderte Frauen umso geschützer sind, je besser sie integriert sind“, verweisen die Autorinnen auf repräsentative Studien und setzen auf mehr Zusammenarbeit zwischen den Hilfesystemen. Der Wegweiser soll hier Orientierung bieten und Mut machen.
Ermöglicht haben den Wegweiser die Gleichstellungsbeauftragten im Ennepe-Ruhr-Kreis. Das nächste öffentliche Treffen findet statt am 6. September zwischen 13 und 15 Uhr in der Frauenberatung.EN, Markgrafenstraße 6 in Schwelm, statt.

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Lokalkompass Schwelm aus Schwelm

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