EDV-Tracking-System erfasst die Mülleimer und protokolliert Reinigung
Leerung der öffentlichen Papierkörbe jetzt Computer unterstützt

Die öffentlichen Müllbehälter in Bergkamen werden ab jetzt nach der Leerung von einem EDV-Trackingsystem erfasst. Foto: Peter Schimanski
  • Die öffentlichen Müllbehälter in Bergkamen werden ab jetzt nach der Leerung von einem EDV-Trackingsystem erfasst. Foto: Peter Schimanski
  • hochgeladen von Anja Jungvogel

Die Reinigung und Leerung der öffentlichen Papierkörbe, zum Beispiel an Bushaltestellen, Grünanlagen sowie auf Spielplätzen und in der City, ist für die Mitarbeiter der städtischen Entsorgungsbetriebe Bergkamen (EBB) oftmals mit Ärger verbunden.
Und damit ist nicht die sorgsame Mülltrennung gemeint. „Bei uns wandert sowieso alles in den Restmüll“, verrät Baubetriebshof-Leiter Stephan Polplatz. „Es wäre selbst mit Arbeitshandschuhen unzumutbar und auch gesundheitsgefährdend, in diesem Dreck herumzuwühlen“, so Polplatz. Aus Erfahrung weiß er, dass nicht nur Papier in die Behälter wandert, sondern auch Einwegspritzen, Glasscherben und organischer Abfall.
Aber das ist nur der halbe Ärger, mit dem sich die Entsorger herumplagen. Hinzu kommen die vielen Beschwerden über volle Müllbehälter, die angeblich nicht geleert werden. „Und damit soll jetzt Schluss sein“, erklärt Polplatz.
Im Rahmen eines EDV-Pilotprojektes testet die EBB ab jetzt ein Tracking-System, mit dem genau festgestellt werden kann, wann und wo die Müllbehälter das letzte mal entleert bzw. gereinigt worden sind. Am Dienstag wurden beispielsweise 204 Papierkörbe geleert.
Das EDV-Tracking-System erfasst die geleerten Gefäße örtlich und protokolliert deren Reinigung. Einsatzleiter Andreas Möller dazu: „Mit dieser Dokumentation können Hinweise und Rückmeldungen aus der Bevölkerung zeitnah geprüft und bearbeitet werden“.
Die Entsorgungsmitarbeiter benötigen dazu lediglich ein kleines Gerät, das so groß wie eine Zigarettenschachtel ist. Drei Tasten darauf sind aktiv: „1. Ordnungsgemäße Leerung“, „2. Behälter defekt oder gestohlen“ und „3. Leerung konnte nicht erfolgen“.

Eingesetzt wird künftig zudem ein 7,5 Tonnen-Lkw, der über Rechtslenkung verfügt und mit einer Fahrzeugbreite von zwei Metern und kurzem Radstand deutlich wendiger als ein konventionelles Großfahrzeug ist.

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