Rücktritte im Stadtmarketing: Bürgermeister fassungslos

Eine halbe Stunde nach den erklärten Rücktritten der Vorstandsmitglieder Christian Willekeund Maria Hegemann, als auch der Aufsichtsratsmitglieder Magnus Bende und Peter Flügge am gestrigen Dienstag, 10. Juli, diskutierte das Stadtmarketingteam die Situation mit Bürgermeister Ralph Brodel.

Dieser habe erst einmal die Geschäftsstellenleiterin Julia Koger und die langjährige Mitarbeiterin Iris Reich beruhigt, dass sie durch die Rücktritte nicht plötzlich arbeitslos seien, heißt es in einer Pressemitteilung. Denn nicht nur Bürgermeister Brodel, der gleichzeitig auch Aufsichtsratsvorsitzender des Statdtmarketings ist, versteht die kollektiven Rücktritte nicht - sie seien für die Mitarbeiterinnen ein absoluter Schock. Insbesondere dass ohne jedwede Ankündigung alles niedergelegt werde, mache Bürgermeister und Geschäftsführung fassungslos.
Ebenso überrascht worden sei man von der zeitgleich verschickten Presseerklärung, die man per Mail zur Kenntnis bekommen habe. Kernsatz dort: "Laut Vorlage der Ratssitzung am 12.07.2018 beabsichtigt Bürgermeister Brodel, entgegen vorheriger Abstimmung mit dem Vorstand und Teilen des Aufsichtsrates, offensichtlich mit Unterstützung einiger Fraktionen, die SMS Genossenschaft aufzulösen bzw. den städtischen Zuschuss auf null zu kürzen." 

Stadtmarketing soll wie gewohnt weiterlaufen

„Nur, was ich nicht verstehe“, so der Bürgermeister, “gerade mit dieser Ratsvorlage soll doch ein zukunftsfähiges Stadtmarketing geschaffen werden. Da steht doch mit keinem Wort, an wolle das Stadtmarketing abschaffen. Das Gegenteil ist der Fall!“Wörtlich steht in der Vorlage:
"Die Verwaltung wird beauftragt ein Gutachten in Auftrag zu geben mit der Zielsetzung, die
grundsätzlichen Rahmenbedingungen für den Aufbau eines modernen und für Sundern
ausreichenden Stadtmarketings zu prüfen und Handlungsempfehlungen unter
Berücksichtigung der bestehenden Strukturen und Aufgabenfelder auszusprechen.
Die notwendigen Mittel für die Beauftragung werden außerplanmäßig über Mehrerträge im
Gesamthaushalt bereitgestellt." 
Wie sich aus dieser Vorlage eine geplante Abschaffung des Stadtmarketings herleiten lasse,
sei für die Führung des Stadtmarketings, die Verwaltung und den Bürgermeister nicht zu
verstehen. Die Mitarbeiter des Stadtmarketings hätten, so  sei es sehr deutlich geworden in derSitzung mit dem Bürgermeister, volles Vertrauen in Verwaltung, Politik und Bürgermeister.

Autor:

Diana Ranke aus Arnsberg-Neheim

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