Das Gradierwerk: ein Bau mit Augenmaß?

Bisher noch eine grüne Wiese
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Am 13.01 um 13 Uhr traf sich die Bürgerinitiative der Kurparkfreunde zum Ortstermin an der Blutbuche. Es sollte in Augenschein genommen werden, wie groß das geplante Gradierwerk auf der Wiese hinter dem Friedrichsborn werden soll. Mit Maß und Flatterband bewaffnet, wurden die Abmessungen auf der Wiese einmal dargestellt. Wegen des gefrorenen Bodens mussten menschliche Stützpfosten für das Flatterband herhalten.
Die zunächst einmal recht abstrakten Maße des Bauwerkes von 30m x 10m wurden so anschaulich abgebildet und damit erlebbar. Von der Wiese wird nicht mehr allzuviel übrig bleiben, denkt man sich noch die Umgehung dazu. Diese Wiese ist die letzte große, freie Fläche in diesem Teil des Kurparkes und wird im Sommer gerne zum Sonnenbaden und von den Kindern zum Spielen genutzt. Damit ist es nach dem Bau definitiv vorbei. Jetzt muss man sich noch die Höhe von 7m vorstellen. Das bedeutet dass die Anwohner an der Friedrich-Ebert-Straße nicht mehr ins Grün, sondern auf eine massive Holz-Konstruktion schauen werden. "Wir sind keine Gradierwerk-Hasser", so Michael Griesohn-Kluth von den Kurpark-Freunden. "Wir sind aber der Meinung, dass das geplante Bauwerk in dieser Größe und an dieser Stelle den Naherholungswert des Kurparks massiv einschränkt. "
Mir stellt sich hier die Frage: Wem nutzt dieses Gradierwerk? Sicher nicht den regelmäßigen Kurparkbesuchern, die ein bisschen Sonne und Natur genießen wollen. Sicher auch nicht den Kindern, die im städtischen Bereich sowieso zu wenig Grünfläche zum Spielen haben. Und Kurgäste und Touristen sind sicher eher weniger zu erwarten. Häufig hört man das Argument, dass mit dem Gradierwerk an die Unnaer Geschichte als Salzstadt erinnert werden soll. Das ist sicher lobenswert, aber muss es in dieser Dimension sein? Und lernt man wirklich etwas über die Unnaer Geschichte, wenn man sich das Gradierwerk anschaut. Geht es nicht eine Nummer kleiner, meinetwegen mit einem Erlebnispfad, einem Modellgradierwerk oder einer Dauerausstellung im Hellwegmuseum? Ideen gibt es viele und zwar erheblich kostengünstigere.

Autor:

Heike Palm aus Unna

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