„Mit Musik wird alles leichter!“

Stolz präsentieren die Kinder der Kita Farbenspiel, gemeinsam mit den Pädagogen, "ihre" Orffschen Instrumente.
5Bilder
  • Stolz präsentieren die Kinder der Kita Farbenspiel, gemeinsam mit den Pädagogen, "ihre" Orffschen Instrumente.
  • Foto: Astrid von Lauff
  • hochgeladen von Astrid von Lauff

Projekt „Kita und Musikschule“ lässt Kinderaugen leuchten

Ein Mal in der Woche gibt es für die Kinder der Kindertagesstätte Farbenspiel einen ganz besonderen Grund zur Freude. Es ist der Besuch von Musikpädagogin Katharina Ortlinghaus. Seit das Projekt „Kita und Musikschule“ vor rund zwei Jahren aus der Taufe gehoben wurde, heißt es nämlich immer freitags für alle: Lachen, Singen, Spielen mit ganz viel Musik und Spaß. Das Ziel: Die Musik in den Kindertagesseinrichtungen zu stärken und die pädagogischen Fachkräfte zum vielseitigen Musizieren mit Kindern zu ermutigen. Ermöglicht wurde dieses Projekt mit der finanziellen Unterstützung der Barnhusen-Stiftung und den Rotariern.

Dass sich die Kinder der Kita Farbenspiel auf diesen Tag ganz besonders freuen, ist leicht zu erkennen und auch zu hören. Lachen und gute Laune füllen an diesem Freitagvormittag den Bewegungsraum der Kita. Es wird gesungen, getanzt und gespielt. Gerade entwickeln die Kinder mit viel Fantasie eine musikalische Geschichte mit dem Titel „Zirkus auf dem Schlossplatz“. Gebannt sitzen sie auf dem Boden und hängen an den Lippen von Katharina Ortlinghaus. Sie ist Musikpädagogin an der Kunst- und Musikschule Velbert und stattet der Kita ein Mal in der Woche einen Besuch ab. Gerade reicht sie verschiedene Instrumente herum, die die Kinder bestaunen und ausprobieren. Da gibt es ein Tamburin, Klanghölzer, Klangstäbe, Handtrommeln, ein Becken und vieles mehr – sogenannte Orffsche Instrumente. Anschließend schlüpfen die kleinen Musiker mit wenig Requisiten und dafür mit umso mehr Fantasie in die Rollen von Zirkusdirektoren, Elefanten und Clowns. Mit Hilfe der Instrumente entwickeln sie eine Geschichte und bald ist der Raum gefüllt von lustigen Zirkusgeräuschen. „Anfänglich haben wir uns gemeinsam ein Bild zu diesem Thema angeschaut. In den vergangenen Wochen haben wir dann eine musikalische Geschichte dazu entwickelt“, so Katharina Ortlinghaus. „Jetzt ist das Zirkuslied fast fertig und die Kinder sind natürlich stolz auf ihre Geschichte.“ Seit bereits sechs Jahren besucht Katharina Ortlinghaus vormittags Kindergärten und musiziert dort mit den Kindern. „Es ist immer wieder faszinierend zu sehen, mit wie viel Begeisterung alle bei der Sache sind. Die Kinder sind so neugierig und ihre Gehirne in diesem Alter noch so lernfähig und noch nicht vorgeformt. Mit diesen ersten musikalischen Erfahrungen erhalten sie eine Prägung fürs Leben. Dieses Zeitfenster sollte man nicht verpassen.“ Daher sei es auch besonders wichtig, solche Projekte weiterhin zu fördern. „Die Finanzierung der Musikpädagogin wurde mit Hilfe der Rotarier für ein Jahr ermöglicht und die notwendigen Musikinstrumente konnten mit Hilfe der Barnhusen- Stiftung angeschafft werden“, so Claudia Schmidt, Fachberatung der Kolping-Kitas. „Diese Unterstützung ermöglicht uns, dass wir die Musik in den Alltag der Kinder und auch der Mitarbeiter tragen. Mit Musik geht alles leichter.“ Das musikpädagogische Wissen werde von Katharina Ortlinghaus an die Mitarbeiter der Kita weitergegeben. Denn diese unterstützen die Musikpädagogin während ihrer Stunden. Das Team werde dadurch sicherer im Umgang mit musikalischen Lernzielen. Gemeinsam zu musizieren, Instrumente kennenlernen, ganzheitlich Musik machen und Bewegung und Sprache ganz natürlich zu erfahren und in den Kindergarten-Alltag zu integrieren, falle allen Fachkräften inzwischen wesentlich leichter, so Nicole Majer, Leiterin der Kita. Gerade die Tatsache, dass Musik ein Bindeglied zwischen Motorik und Sprache sei, mache solche Projekte unersetzlich betont auch Heike Jorzig, stellvertretende Musikschulleiterin. Die allgemeine Entwicklung der Kinder und besonders die Sprachentwicklung werde hierdurch positiv beeinflusst. Katharina Ortlinghaus schätzt es besonders, dass sie ihre Stunden sehr flexibel gestalten kann. Aus den drei Gruppen sucht sie sich ganz individuell ihre Kinder aus – mal altersübergreifend, mal gruppenspezifisch, mal altersspezifisch. Mit „den Wackelzähnen“, das sind die angehenden Schulkinder, beginnt sie in Kürze mit der Instrumentenkunde. Gerne würden alle Kooperationspartner, darunter auch der Geschäftsführer der Kolping-Kitas, Willi Knust, dieses Projekt auch auf andere Kindergärten ausweiten. „Da mit diesem Projekt alle Kinder erreicht werden sollen, ist es kostenfrei. Wir alle sind Überzeugungstäter und setzen uns daher immer wieder dafür ein, dass solche Kooperationen, wie zwischen Kita und Musikschule, eine Zukunft haben. Daher benötigen wir immer wieder die Bereitschaft von Sponsoren für eine Anschubfinanzierung und die Anschaffung der Instrumente.“ Auch die Kinder würde das sicherlich freuen, denn ihre Begeisterung ist kaum zu bremsen als sie alle gemeinsam die Stunde beenden und das Lied anstimmen: „Auf Wi auf Wa auf Wiedersehen.“

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen