Ernte da und Erntedank - in Obrighoven

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"Ernte da" stand am Anfang auf dem Transparent neben dem wunderschön geschmückten Strohballen-Altar in der Reithalle zu lesen. Es war keine Überraschung, dass am Ende des Gottesdienst noch zwei weitere Buchstaben die eingefahrene Ernte zum "Erntedank" machten. Und so bewegte sich der lebendige Gottesdienst, der große und kleine Christen im Blick hatte, zwischen diesen beiden Polen: Die Ernte ist da - für den Landwirt und auch für jeden anderen. Aber wie sieht unser Dank aus? Ist nicht der Kühlschrank bei uns "immer voll"? wie Pfarrer Mertens kritisch anmerkte. Auf jeden Fall, so zeigte sich beim Ökumenischen Gottesdienst, hat Dank auch etwas zu tun, mit dem, was "weise" Eulen in der Schönheit der Schöpfung Gottes mit ihren Gaben erkennen können. Im Gegensatz zu den allzu stolz krächzenden Pfauen, die sich nur selbst wichtig nehmen und den allzu gefräßigen Hühner, die mit viel Gegacker immer auf der Suche nach Futter sind. Das Mitmach-Anspiel ließ die mit über 800 Besuchern vollbesetzte Halle zu einem riesigen Bauernhof werden. Die Stimmen der Eulen machten jedenfalls nachdenklich und auch die Zeugnisse von einem Landwirt (Sebastian Scholten) und der letztjährigen Erntekönigin, Ute Holloh, die besonders dankbar dafür war, dass es einer ihr sehr vertrauten jungen Frau aus Russland gelungen war, ihr Schicksal - ohne funktionstüchtige Gliedmaße leben zu müssen - so gut zu meistern. Schließlich belebte diesen Gottesdienst wieder einmal der Ökumenische Chor von St. Antonius und Lauerhaas unter der Leitung von Andrea Adomeit. So gelang es am Ende auch viel miteinander zu teilen - die Äpfel, die Kinder zuvor "geerntet" hatten und das Geld für Menschen in Not (die Kollekte wird sicher im vierstelligen Bereich liegen). Schließlich auch die Fürbitten, die die Mitglieder des neuen "Erntethrons" vortrugen.Abgerundet wurde der Gottesdienst durch den strahlenden Vorsitzenden des Heimatvereins, Peter Heinen.Trotz des ungünstigen Wetters war die Resonanz wieder einmal außergewöhnlich gut gewesen.

Autor:

Albrecht Holthuis aus Wesel

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