Die warme Dusche ganz entspannt genießen / Sparduschkopf und die richtige Einstellung senken Kosten

Eine ausgiebige, warme Dusche hat viele Vorzüge, aber auch ihren Preis: Zwischen etwa 60 Cent und 1,10 Euro kosten zum Beispiel acht Minuten unter der Dusche im NRW-Durchschnitt – je nach Art der Wassererwärmung. Im Jahr können so mehrere Hundert Euro pro Person zusammenkommen. Dennoch muss auf den kleinen Alltags-Luxus niemand verzichten, um Energieverbrauch und -kosten zu senken. „Mit der passenden Ausstattung und der richtigen Einstellung spart man beim warmen Wasser, ohne Komfort zu verlieren“, erklärt Ursula Möllmann, Beratungsstellenleiterin in der Verbraucherzentrale in Wesel. Sie hat Tipps dafür zusammengestellt:

Sparduschkopf nutzen: Sparsam ist ein Duschkopf, durch den weniger als neun Liter pro Minute fließen. Manche Modelle kommen sogar auf weniger als fünf Liter. Zum Vergleich: Bei Brausen ohne Spareffekt können es mehr als zwölf Liter sein, bei Regenduschen sogar 18. Komfortabel bleibt es mit dem Sparduschkopf trotzdem, weil der Wasserstrahl mit Luft aufgefüllt wird. Wichtig ist bei der Auswahl, dass die Durchflussmenge angegeben ist, auch Schüttmenge genannt. Werbende Worte wie „sparsam“ oder „eco“ allein weisen nicht zuverlässig auf geringen Wasserverbrauch hin. Achtung bei hydraulischen Durchlauferhitzern: Sie funktionieren meist nicht mit Duschköpfen, durch die weniger als etwa acht Liter pro Minute fließen.

Eigene Schüttmenge und Kosten prüfen: Wer testen möchte, wie viel Wasser durch die eigene Brause fließt, braucht dafür einen Zehn-Liter-Eimer und eine Stoppuhr. Einfach den Wasserstrahl genauso einstellen wie beim Duschen, den Duschkopf über den Eimer halten und die Zeit stoppen, bis dieser voll ist. Zum Schluss rechnen: 600 geteilt durch die Zahl der gestoppten Sekunden – das Ergebnis ist die Schüttmenge in Litern pro Minute. Mit diesem Wert lässt sich im Duschrechner unter www.verbraucherzentrale.nrw/warmwasser auch der individuelle Energieverbrauch samt Kosten ermitteln.

Duschtemperatur vorwählen: Oft ist warmes Wasser so heiß, dass für eine angenehme Dusche noch kaltes dazu gemischt werden muss. Bei üblichen Einhebelarmaturen steht der Hebel dann nicht ganz auf „heiß“, sondern in einer Zwischenstellung. Das verschwendet Energie. Ändern lässt sich das bei elektronischen Durchlauferhitzern und Gas-Etagenheizungen mit der richtigen Einstellung: Dafür in der Dusche nur das heiße Wasser aufdrehen und mit der Hand vorsichtig prüfen, wie warm es ist. Dann die Temperatur direkt an Erhitzer oder Therme herunterregeln, bis sie angenehm ist.

Duschlänge im Blick behalten: Je länger das Duschen dauert, desto mehr Wasser und Energie benötigt es. Wer das Wasser beim Abseifen abstellt oder insgesamt kürzer duscht, spart also.

Durchlauferhitzer austauschen: Es gibt zwei grundsätzliche Arten von Durchlauferhitzern, die mit Strom betrieben werden: elektronische und hydraulische. Nur bei elektronischen kann die Wunschtemperatur direkt eingestellt werden. Dadurch sind sie komfortabler als hydraulische und brauchen auch weniger Energie. Die Investition in diese Geräte kann sich deshalb trotz höherer Anschaffungskosten schnell lohnen. Wie bald sich der Austausch für sie bezahlt macht, können Haushalte unter www.verbraucherzentrale.nrw/durchlauferhitzer-austauschen berechnen. Ein weiterer Vorteil: Elektronische Durchlauferhitzer funktionieren zuverlässiger als hydraulische mit sparsamen Duschköpfen und Armaturen.

Mehr Spartipps sowie Video-Anleitungen gibt es unter
www.verbraucherzentrale.nrw/warmwasser und bei der
Energieberatung der Verbraucherzentrale NRW, Tel. 0211 / 33 996 555.

Autor:

Ursula Möllmann (Verbraucherzentrale NRW in Wesel) aus Wesel

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