Der MSC Wesel II schaffen den Aufstieg in die Verbandsliga – leider keine Bundesliga in 2019 für den MSC Wesel I

MSC Wesel II links nach rechts: Ralf Knippschild (Betreuer), Noah Seifert, Oliver Rathjens, Stefan Seifert, Marco Bettger, Waldemar Neuwirth, Michael Born
  • MSC Wesel II links nach rechts: Ralf Knippschild (Betreuer), Noah Seifert, Oliver Rathjens, Stefan Seifert, Marco Bettger, Waldemar Neuwirth, Michael Born
  • hochgeladen von Stefan Seifert

(STS) Zur Verbandsliga stand am vergangenen Wochenende die Relegation an. Gespielt wurde auf der Kombi-Anlage in Wanne-Eickel. Als Konkurrenten um den Aufstieg traten die Mannschaften vom KSV Baltrum, des MSC Wesel II und der dritten Mannschaft von Dormagen-Brechten an.

Obwohl die Anlage bestens bekannt ist, wurde von allen Mannschaften viel in das Training investiert. Viele Runden wurden gedreht, um in den Spielrhythmus zu kommen. Am Freitag vor der Relegation wurde bekannt, dass es anstatt einen sogar zwei Aufsteiger geben würde. Trotz alledem wollten sich die Weseler sich nicht darauf ausruhen. Zu sehr war noch die Enttäuschung von der Relegation aus der Vorsaison in Erinnerung geblieben. Der Mannschaft aus Baltrum sah man eher in der Außenseiterrolle. Aber manchmal kommt es anders als man denkt.

Bei sommerlichen Temperaturen startete am Samstag pünktlich die Relegation auf dem System Beton. Gleich zu Beginn wollte der MSC Wesel zeigen, wer Herr auf der Betonanlage ist. Noah Seifert legte als Startspieler mit einer 23 ein super Ergebnis vor und auch alle anderen zeigten eine gute Leistung. Mit einer 135er Mannschaftsrunde lagen die Weseler allerdings nur knapp mit drei Schlägen vor stark aufspielenden Baltrumern. In den Runden zwei bis vier spielten die Weseler sehr konstant auf, ohne dabei ihr volles Potential abzurufen. Außer Noah Seifert, der am Ende des Tages mit einem Schnitt von 25 Schlag (=100 Schlag auf vier Runden) das beste Betonergebnis erzielte. Trotz allem reichte es, um einen Vorsprung von 10 Schlägen vor Baltrum herauszuspielen. Dormagen lag auf dem dritten Platz mit 26 Schlag hinter Baltrum, gar 36 Schlag auf den MSC Wesel II.

Am zweiten Tag ging es auf die schwere Eternitanlage. Zu sicher wollte sich die Weseler Mannschaft trotz des großen Vorsprungs nicht fühlen. Bei der Mannschaftsansprache vor dem ersten Schlag wurde die Devise ausgegeben, die erste Runde zu gewinnen. Den Baltrumern und Dormagenern wollte man sofort signalisieren, dass an dem MSC Wesel an diesem Wochenende kein Weg vorbeiführt. Diese Vorhaben gelang mit Bravour und es wurde in Runde 1 gar das beste Eternitergebnis des Turniers mit 119 Schlag gespielt. Der Vorsprung wuchs damit gegenüber Baltrum um weitere 21(!!!) Schlag und Dormagen um elf Schlag. Obwohl entschieden war, dass der Aufstieg der Weseler Mannschaft faktisch nicht mehr zu nehmen war, spielten sie auf hohem Niveau weiter. Allen voran Oliver Rathjens, der an diesem Tag mit 94 Schlag hervorragte und das beste Turnierergebnis auf dem System erzielte. Lediglich in Runde vier (der Vorsprung wuchs bis dahin auf den Nichtaufstiegsplatz auf über 50 Schlag an) war die Luft ein wenig raus. Und wer stieg am Ende mit dem MSC Wesel auf? Letztendlich waren es die Dormagener, die ihre Routine ausspielten und sich den zweiten Aufstiegsplatz sicherten. Der KSV Baltrum glaubte zu spät an seiner Chance und bot erst ab der dritten Runde den Dormagenern die Stirn.
Der Jubel beim letzten Schlag der Weseler fiel nicht so groß aus, dafür war der Abstand viel zu groß. Mit letztendlich nicht erwarteten 47 Schlag auf Dormagen und 58 Schlag auf Baltrum war der Aufstieg verdientermaßen geschafft. Natürlich sind die Weseler Spieler sehr stolz darauf, dass sie den Aufstieg mit diesem Vorsprung herausgespielt haben, hatte man damit in keinster Weise im Vorfeld gerechnet.

Beste Spieler des Turniers waren Noah Seifert, knapp gefolgt von Oliver Rathjens.
Ein großer Dank gilt dem MGC Wanne-Eickel, der die Relegation wieder einmal perfekt organsierte und alle Spieler mit Speis und Trank hervorragend versorgte. Man kann nur den Hut davor ziehen, wie oft sich der Verein für solche Maßnahmen zur Verfügung stellt und von dem Orgateam und Helferinnen und Helfer viel private Zeit geopfert wird. Das fängt bereits mit den vielen Trainingstagen an.

Zum dritten Mal in Folge ging für die erste Mannschaft des MSC Wesel um den Aufstieg in die erste Liga. Dieses Mal ging es auf die anspruchsvolle Bahn des Tempelhofer MV nach Berlin. Der Gegner war dieses Jahr, wie vor zwei Jahren, die erste Mannschaft des MGC Göttingen, die überraschender Weise letzter in der 1. Bundesliga wurden.

Aufstieg zur ersten Liga:

Die erste Mannschaft hat gegen einen starken Gegner aus Göttingen sehr gut gespielt. Leider hat in jeweils einer Runde auf jedem System die Kompaktheit gefehlt. Dies reicht auf diesem Niveau die nötigen Schläge zu verlieren, die zum Sieg fehlen. Man nimmt aus dem Turner einiges Positives mit. Der Entwicklungsprozess der jungen Spieler in der Mannschaft ist deutlich zu sehen. Sehr auffällig war das eine funktionierende Mannschaft auf dem Platz stand, die niemals aufgegeben hat.

Auf ein Neues im nächsten Jahr. Es wird wieder angegriffen. Lediglich elf Schlag trennten die Weseler vom Aufstieg.

Autor:

Stefan Seifert aus Bottrop

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